Die Zukunft ist weiter ungewiss

Diskussion Über Schließung des Daetz-Centrums wird weiter debattiert

Die Debatte rund um den Erhalt des Daetz-Centrums in Lichtenstein geht weiter. Neuen Information zufolge, wäre die Schließung und die damit verbundene Rückzahlung von Fördermitteln unter Umständen günstiger, als der dauerhafte Erhalt, der die Stadt einen jährlichen Zuschuss von geschätzten 250.000 Euro kostet. Bürgermeister Thomas Nordheim will zunächst einmal keine Schließung, sondern strebt eine Kostensenkung an. "Wir erwägen ab dem 1. November ein bis zwei Schließtage", lautet ein Vorschlag des Stadtchefs. Damit könnten die Betriebs- und Personalkosten gesenkt werden. Erschwerend kommt allerdings hinzu, dass demnächst größere Instandhaltungsarbeiten nötig sind. Das wurde erst kürzlich bekannt, was unter anderem bei Stadträten für Unmut sorgte. Denn die Probleme, die es beispielsweise mit der Brandmeldeanlage gibt, dürften schon länger bekannt sein.

Im Internet wird lebhaft über die Zukunft des Daetz-Centrums diskutiert. In der Lichtensteiner Gruppe im sozialen Netzwerk "Facebook" gibt es viel Kritik. Nutzer fordern teils mit drastischen Worten, dass das "Millionengrab" endlich geschlossen werden müsse, damit die Stadt perspektivisch wieder finanzielle Spielräume bekommt. Es sei schon viel zu lange am Leben gehalten worden. Doch es gibt auch Meinungen, die für den Erhalt sind. Denn der Park und die Ausstellungen seien auf jeden Fall sehenswert.

Derzeit wird im Daetz-Centrum, das täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet ist, neben der Dauerausstellung "Meisterwerke in Holz" mit mehr als 550 Exponaten aus aller Welt auch noch eine Sonderausstellung mit Werken der Künstlergruppe "Exponart" gezeigt. Sie ist noch bis zum 1. November zu sehen. Ab 20. November heißt es dann wieder "Andere Länder, andere Krippen". Am kommenden Freitag ist ab 19 Uhr die Schwedische Musikerin Sofia Talvik mit einem Livekonzert mit Gesang und Gitarre zu Gast.