Diese Branche bietet vielfältige Perspektiven

dachdeckerhandwerk Berufsnachwuchs ist herzlich willkommen

Das Dachdeckerhandwerk hat im vergangenen Jahr von der günstigen wirtschaftlichen Lage in Deutschland profitiert und ein Umsatzplus von mehr als 9 Prozent erwirtschaftet. Das hat der Zentralverband des deutschen Dachdeckerhandwerks mitgeteilt. Der Umsatz ist aus verschiedene Gründen, wie zum Beispiel steigender Neubautätigkeit, gestiegen.

Drohnen werden immer öfter eingesetzt

Doch die rund 14.400 Betriebe, die Ende 2018 in Deutschland in einer Handwerksrolle eingetragen waren, haben trotz dieser positiven Kennzahlen auch mit Problemen zu kämpfen. Denn die Unternehmen stoßen zunehmend an ihre Kapazitätsgrenze, insbesondere wegen des Fachkräftemangels. Wie der Zentralverband mitteilte, sehen über 60 Prozent der Betriebe darin ein ernstes Problem.

Dies hat auch der Landesinnungsverband des Dachdeckerhandwerks Sachsen längst erkannt. "Um Berufsnachwuchs gewinnen zu können, wird zum Beispiel die Bewerberplattform dachdeckerdeinberuf.de betrieben. Dort können sich Interessenten unter der Rubrik Lehrstelle/Praktikum direkt über die Eingabe von Postleitzahl und Ort einen Betrieb in ihrer Nähe aussuchen und diesen über die Plattform kontaktieren. Weiterhin sind auf der Seite alle wichtigen Daten rund um den Beruf des Dachdeckers und ein Selbsttest zu finden", sagt der Geschäftsführer des Landesverbandes, Thomas Münch. Sicherlich handelt es sich bei der Dachdeckerei um einen historisch gewachsenen Beruf, der jedoch in der Gegenwart auch moderne Technik zum Einsatz bringt.

So setzen Dachdecker immer öfter Drohnen ein, die mit einer hochauflösenden Kamera mit Weitwinkelobjektiv ausgestattet sind. Damit wird es ihm möglich, ohne den Aufbau eines Gerüstes die vorhandenen Substanz zeit - und geldsparend zu untersuchen.

Jugendliche, die sich für diesen Beruf entscheiden, haben eine Zukunft, zudem bieten sich ihnen Aufstiegschancen. Denn sie können sich nach dem Facharbeiterabschluss unter anderem zum Meister oder Techniker mit Fachrichtung Bautechnik qualifizieren. Zudem kann auch ein technischer Studiengang belegt werden.