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Chemnitz

Direktkandidaten stellten sich den Bürgern

Wahlforum Aufeinandertreffen von Personen und Meinungen

Region. 

Region. Mit Jana Pinka (Die Linken), Steve Ittershagen (CDU), Rolf Weigand (AfD), Alexander Geißler (SPD), Markus Scholz (Die Grünen) und Benjamin Karabinski (FDP) traten am Mittwochabend sechs Direktkandidaten für den neuen sächsischen Landtag im Städtischen Festsaal in Freiberg vor die Bürger und legten ihre Meinungen zu Bildung, Soziales, Umwelt, Integration, Wirtschaft, Digitalisierung oder Justiz vor.

Naturgemäß gab es dabei teils deutliche Unterschiede in den Sichtweisen, wie etwa bei der Bildung. "Die Linke hat die Situation mit zu wenig Lehrern nicht zu verantworten", stellte etwa Jana Pinka klar. Im Moment sehe sie auch nicht, wie 1.000 neue Lehrer das Problem lösen könnten. Die sächsischen Regierungen haben die Entwicklung verschlafen, sagte Rolf Weigand. "Wir müssen uns unbedingt die Lehrerausbildung genau anschauen", meinte er. "Der gesellschaftliche Wandel macht den Lehrerberuf auch unattraktiv." Viele gute Ideen würden an der CDU scheitern, äußerte sich Alexander Geißler und bot eine Lösung an: "Ich bin für ein längeres gemeinsames Lernen." Markus Scholz sah noch eine andere Baustelle. "Wir brauchen attraktive Regionen", so der Grüne. "in denen die Menschen leben wollen und in die auch Lehrer kommen wollen." Da die Schule am kommenden Montag beginne, hätte man sich doch wohl besser etwas eher mit den Problemen beschäftigen sollen, meinte Benjamin Karabinski. "Diejenigen, die das damals verschlafen haben sind auch die, welche heute noch diskutieren", ärgerte er sich. Steve Ittershagen sah hingegen eine leichte Trendwende. "Die Staatsregierung hat in sehr kurzer Zeit gegengesteuert", sagte er. Auch verwies er auf die sehr guten Ergebnisse sächsischer Schüler im internationalen Vergleich.