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Dreitägiger Corona-Impfmarathon in Burgstädt

Corona Am Wochenende sollen 300 Senioren geimpft werden

Burgstädt. 

Burgstädt. An diesem Wochenende erlebt Burgstädt einen dreitägigen Corona-Impfmarathon. Die Hausärzte Dr. Jens Scheithauer und Dr. Andreas Teubner konnten drei Termine beim mittelsächsischen mobilen Impfteam vom Malteser Hilfsdienst sichern, von denen am Freitag, Samstag und Sonntag insgesamt über 300 hochbetagte Burgstädter Senioren profitieren sollen. Durchgeführt werden die Impfungen jeweils in den Räumlichkeiten der Alten- und Krankenpflege Christina Roßner sowie im Wohnpark Lindenhof.

Medizinisch geschultes Personal notwendig

"Ursprünglich wollte ich mich gar nicht daran beteiligen, als ich im Dezember eine entsprechende Anfrage erhielt", sagt Jens Scheithauer. Er habe anfangs hohe bürokratische Hürden und Organisationsprobleme erwartet. Auf Bitten des Burgstädter Pflegeheimes habe er sich jedoch zusammen mit seinem Berufskollegen bereiterklärt, da die Termine sonst nicht durchführbar gewesen wären, so der Mediziner weiter. "Inzwischen haben wir uns gemeinsam mit den Mitarbeitern des Impfteams gefunden und festgestellt, mit wieviel Energie und Herzblut die Einsätze vor Ort organisiert werden", ergänzt Scheithauer. Für die Vorbereitung der Impfungen ist medizinisch geschultes Personal notwendig. Dafür habe man drei zusätzliche Assistenten gewinnen können, die die Aktion von Beginn an unterstützen. "Mittlerweile sind wir ein eingespieltes Team und arbeiten Hand in Hand", sagt Dr. Teubner. Auch die Vorbereitungen des Pflegepersonals seien vom Umfang her kaum zu beschreiben. Jeder Patient müsse mehrere Fragebögen ausfüllen, die denen im Vorfeld einer Operation gleichen, so Teubner weiter.

"Das ist medizinischer Unfug"

Ganz reibungslos gehen die Impfaktionen indes auch in Burgstädt nicht über die Bühne. "Im Vorfeld der ersten geplanten Impfungen im betreuten Wohnen im Lindenhof, die eigentlich bereits am 6. Februar stattfinden sollten, erhielten wir vier Tage vor dem ersten, komplett organisierten Termin auf Weisung aus Dresden eine Absage", sagt Scheithauer. Man wolle zunächst ausschließlich in Pflegeheimen impfen, sei aus der Landeshauptstadt mitgeteilt worden. "Das ist medizinischer Unfug, da die Menschen in den Wohneinrichtungen zum Teil noch mobil und damit einem viel höheren Risiko ausgesetzt sind", kritisiert der Arzt.



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