Dulig will wissen, was Mittelsachsen bewegt

Politik Küchentisch-Tour in Hainichen

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Marin Dulig. Foto: U. Schönberner

Hainichen. Sachsen geht es so gut wie nie zuvor. Aber wie geht es den Menschen in Mittelsachsen? Was bewegt sie? Martin Dulig, Vorsitzender der SPD Sachsen, Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr und stellvertretender Ministerpräsident des Freistaates, weilte auf Einladung von Bürgermeister Dieter Greysinger (SPD) in der Gellertstadt, um innerhalb der "Küchentisch-Tour", der Dialogkampagne der SPD Sachsen, genau über diese und weitere Fragen zu diskutieren.

Ein voller Saal

Mit am Küchentisch in der Gaststätte "Wintergarten" Platz genommen hatte auch Petra Köpping (SPD), Ministerin für Gleichstellung und Integration. Die Veranstaltung fand eine so gute Resonanz, dass noch zusätzlich Stühle herangeschafft werden mussten. Trotzdem gab's für einige nur einen Stehplatz.

Greysinger: "Politik stürzt sich auf unwichtige Dinge"

"Ich habe den Eindruck, dass sich die große Politik häufig auf eher unwichtigere Dinge stürzt, während dringend zu klärende Angelegenheiten immer wieder zurückgestellt werden", sagte zum Einstieg Hainichens Stadtoberhaupt Dieter Greysinger. Damit spielte er auf den Bau des Striegistal-Radweges auf der ehemaligen Bahnlinie Hainichen - Roßwein an. Dort nutzen selbst ernannte Umweltschützer Gesetze dazu, dieses Vorhaben, das 99 Prozent der Bevölkerung haben möchten, immer wieder in Frage zu stellen.

Bürger wollen endlich den Striegistal-Radweg

Als Vertreter der Bürgerinitiative Striegistal-Radweg machte Rainer Merkel am Küchentisch seinem Unmut darüber Luft, dass sich trotz einer Liste mit über 6.700 Pro-Striegistal-Radweg-Unterschriften nichts bewegt. Dass der "Bau eines Radweges länger dauert als der einer Staatsstraße, das kann nicht sein", stellte Dulig fest und versprach, das Thema in Dresden nochmals anzusprechen. Probleme in der medizinischen Versorgung, die Pflege, die Migration, und dass viele aus Protest AfD gewählt haben, waren weitere Themen des Gesprächsabends. Auch Teilnehmer aus dem Umland, aus Ottendorf, Wechselburg und Penig, kamen zu Wort.