Durchschnitt ist nicht genug

Umfrage Oederan lässt seine Bürger befragen: Ergebnis ist durchwachsen

203 Kunden und 36 Händler beteiligten sich an der so genannten Zufriedenheitsumfrage in der Stadt. Rund 2000 vierseitige Fragebögen wurden im Juli verteilt. "Die Resonanz ist zwar überschaubar, aber die Teilnehmer haben sich intensiv mit den Fragen beschäftigt", so Citymanager Sebastian Hamann. "Interessant ist, dass ein Großteil der zu beurteilenden Kriterien von den Händlern etwas schlechter eingeschätzt wurden als von den Kunden." In einem Punkt waren sich Händler und Kunden jedoch einig: ein Drogeriemarkt muss wieder her. Laut Bürgermeister Steffen Schneider sei man hier kurz vor einem Vertragsabschluss mit einem neuen Betreiber für den ehemaligen Schleckermarkt.

Mehr Vielfalt, Innovation, Kinderfreundlichkeit sowie die Kombination aus traditioneller und moderner, aber auch regionaler und internationaler Küche wünscht man sich in den Restaurants. Großen Handlungsbedarf sehen Kunden wie Händler bei Übernachtungsmöglichkeiten für Touristen und Besucher der Stadt. Vielen fehlt zudem der zu einem kleinen Einkaufsbummel durch die Innenstadt einladende Charakter. Immer wieder wurde in diesem Zusammenhang in der Befragung der "graue" und "triste" Markt angemerkt, dem es derzeit an Charme zum Flanieren fehle. Insgesamt wurde das Einkaufsflair Oederans als "durchschnittlich" bewertet. Aber reicht eine "durchschnittliche Qualität", um im Wettbewerb mit anderen Städten künftig konkurrenzfähig zu bleiben?, stellte Bürgermeister Steffen Schneider bei einem Treffen mit Händlern in der vergangenen Woche die Frage. Sein Fazit: "Um eine nachhaltige Belebung der Innenstadt zu erzielen, sind nicht nur das Bestreben der Stadtverwaltung und des Citymanagements notwendig, sondern ebenso die gemeinsame Initiative und das Engagement der Händler."