Ehemalige Schürzenfabrik wird saniert

Sanierung Volksbank Mittweida investiert über 3 Millionen Euro in Industriebrache

ehemalige-sch-rzenfabrik-wird-saniert
Hier sollen bis Ende 2018 bis zu 13 neue Wohnungen entstehen: Die ehemalige Schürzenfabrik in Mittweida. Foto: Dennis Heldt

Mittweida. Eine der größten Industriebrachen in der Mittweidaer Innenstadt soll in naher Zukunft aus dem Stadtbild verschwinden. Wie die Stadtverwaltung auf einer Pressekonferenz in dieser Woche mitteilte, konnte die Volksbank Mittweida als Investor für das Projekt zur Sanierung der ehemaligen Schützenfabrik "Am Plan" gewonnen werden.

Momentan wird die Bauplanung geprüft

Aus der seit mehr als 25 Jahren leerstehenden Fabrikhalle sollen insgesamt 13 Mietwohnungen verschiedener Größe, von 2- bis 5-Raumwohnungen entstehen, teilten Leonhard Zintl und Michael Schlagenhaufer von der Volksbank mit. Derzeit werde die Bauplanung beim Sächsischen Immobilien- und Baumanagement (SIB) geprüft, so Stadtverwaltung und Volksbank weiterhin.

Sollte die Genehmigung erfolgen, könnte der Bank zufolge noch im Sommer gebaut werden, die Fertigstellung sei dann für Ende 2018 vorgesehen. "Wir können der Volksbank Mittweida für diese geplante Investition nur danken, da diese das Wohngebiet am Steinweg erheblich aufwerten und darüber hinaus wünschenswerterweise eine Signalwirkung für weitere desolate Gebäude im Fördergebiet entfalten wird", sagte Oberbürgermeister Ralf Schreiber (CDU).

Nach ersten Schätzungen kostet eine Sanierung mehr als drei Millionen

Die Stadt hatte bereits 2015 die ehemalige Schürzenfabrik, die sich aktuell in einem desolaten Zustand befinde, für einen symbolischen Euro gekauft. Es war damals bereits ein großes Anliegen, dass das historische Gebäude erhalten bleibt und eventuell einer neuen Nutzung zugeführt werden könnte. Mit der Volksbank habe man nun einen starken Partner gefunden, der diese Idee realisieren könne, so die Stadt Mittweida.

Insgesamt mehr als drei Millionen koste die Baumaßnahme zur Sanierung der stark verfallenen früheren Wäsche- und Schürzenfabrik den ersten Schätzungen zufolge. Erfreulich sei, dass mit dem Denkmalschutz eine Lösung für das Objekt gefunden wurde, so die Volksbank. Die Fassade diente zuletzt bereits dem Berliner Fotografen Carlos Kella als Bildmotiv im Rockabilly-Stil der 50er Jahre.



Bewerten Sie diesen Artikel:3 Bewertungen abgegeben