Ehemaligentreffen: VKS feiert 50-jähriges Jubiläum

Volkskunstschule Oederan In Erinnerung an prägende Zeiten

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Martina Steinert hat der Volkskunstschule die Staffelei ihres Vaters, dem Mitbegründer und ersten Leiter der Volkskunstschule geschenkt. Foto: Ulli Schubert

Oederan. Rolf Büttner, der Leiter der Volkskunstschule, freut sich darauf, am Freitag viele Menschen kennenzulernen, von denen er nur gehört oder von denen er bislang nur Bilder oder andere künstlerische Arbeiten gesehen hat. Am Freitag nämlich findet im Spital ein Treffen der Teilnehmer von damals und heute statt.

Die erste Schülergeneration kommt zum Jubiläum

Angesagt hat sich zum Beispiel seine Vorgängerin Anette Lippmann, die die Schule über die spannende Zeit der politischen Wende geleitet hat. Während sie den Umbau des einstigen Spitals zur Volkskunstschule mitgestaltet hat, werden andere das Haus zum ersten Mal sehen.

Es werden, so darf man annehmen, zahlreiche Erinnerungen ausgetauscht werden, aber die heutigen Mitarbeiter der Volkskunstschule haben im Laufe der vergangenen Monate verschiedene Gemeinschaftsprojekte vorbereitet, an denen jeder mitarbeiten kann. So werden unter anderem Keramikplatten für eine Bank gefertigt. Für das Treffen haben sich besonders viele Teilnehmer aus den ersten Schülergenerationen und den heutigen Kursen angemeldet, während die mittleren Jahrgänge weniger vertreten sind.

Arbeiten aus fünf Jahrzehnten

Ein ähnliches Bild zeigt sich in der Ausstellung "Vom Wachsen und Fliegen lernen", die am Sonnabend, 15 Uhr im Museum Oederan eröffnet wird. Dort sind Arbeiten aus fünf Jahrzehnten Volkskunstschule besonders mit Blick auf das gegenseitige Befruchten von Stadt und Schule zu sehen.

Gleichzeitig wird ein Interviewband vorgestellt, in dem 14 ehemalige und heutige Kursteilnehmer im Alter von 17 bis 82 Jahren von ihrem Verhältnis zur Volkskunstschule erzählen. Dabei wird deutlich, dass der Besuch der Einrichtung viele für ihr Leben prägte, ja den Lebensweg gar bestimmte. Womöglich wäre dieser ohne Volkskunstschule ganz anders verlaufen.

Das Buch ist das Ergebnis eines Medienprojektes der Volkskunstschule vom Herbst vergangenen Jahres, an dem neben den Schülern Lydia Galle, Marie Müller und Benjamin Glöß auch Dorothea Linke und Rolf Büttner von der Volkskunstschule sowie als künstlerische Leiter Sophie Narr und Ralph Etter aus Berlin beteiligt waren.