Ein besonderes Bonbon im Adventskalender

Ausstellung Kunstverein erinnert an Frankenberger Künstler

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Sie sind überaus froh über das Zustandekommen der Ausstellung Horst Kesslers Ehefrau Irma und die Töchter Nora Dittrich und Katrin Wendt (v.r.). Foto: Ulli Schubert

Frankenberg. Auch in dieser Stadt gibt es einen lebendigen Adventskalender, der vom Kunst- und Kulturverein auf die Beine gestellt wird. Als sich am zweiten Advent das Türchen in der Schloßstraße 14 öffnete, konnten dort weder die Gäste, noch die Stellwände umfallen, wie Organisator Manfred Lindner befürchtete. Es war nämlich proppevoll. Gemeinsam mit Dietmar Weickert und unterstützt unter anderem von Eberhard Witzschel und Andreas Teuchert hatte der Merzdorfer eine Ausstellung anlässlich des 40. Todestages von Horst Kessler auf die Beine gestellt. Kessler lebte ab 1944 in Frankenberg, wo er am 5. Dezember 1976 im Alter von nur 45 Jahren verstarb. In dieser Zeit war er künstlerisch unerhört aktiv, arbeitet nebenberuflich als Zeichenlehrer an der Berufsschule und war 20 Jahre lang Leiter der Arbeitsgemeinschaft Bildende Kunst des Kulturbundes in Frankenberg. Ab 1969 war Horst Kessler Mitglied des Verbandes Bildender Künstler der DDR und freischaffend als Formgestalter tätig. Er war an zahlreichen nationalen und internationalen Ausstellungen beteiligt und wurde mit dem Kunstpreis des FDGB geehrt.

Zwei Jahre nach seinem Tod hatte es noch einmal eine Werkschau in Frankenberg gegeben, seither war es still um den Künstler geworden. "Wir sind sehr glücklich, dass nun diese Ausstellung zustande gekommen ist und wir sind den Organisatoren um Manfred Lindner sehr dankbar", sagte Tochter Nora Dittrich. Sie hat wie weitere Familienmitglieder rund 50 Bilder für die Schau zur Verfügung gestellt. Zu sehen sind unter anderem farbenfrohe Aquarelle und Zeichnungen, darunter Porträts der Kinder und der Ehefrau, die Horst Kessler als Könner in seinem Fach ausweisen. Dietmar Weickert hob zudem die schwungvollen Zeichnungen und kraftvollen Drucke hervor.

Die Ausstellung in Frankenberg, Schloßstraße 14, ist am 8., 13. und 15. Dezember jeweils von 14 bis 18 Uhr und am 10. und 17. Dezember von 13 bis 16 Uhr geöffnet.