Ein bewegtes Leben zwischen Hitler, Honecker und Heute

Buch Der Lebenskampf von Asta

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Astrid Lose erinnert sich in ihrem Buch "Mein Lebenskampf" an Geschehnisse aus ihrem Leben. Foto: Andrea Funke

Rochlitz. Wenn sie ihre Gedanken nicht zu Papier bringt, zerreißt es ihr fast den Kopf. Also schreibt Astrid Lose Geschichten, Gedichte und eben diesen Roman, den sie "Mein Lebenskampf" nennt.

Eine Zeitzeugin erzählt ihre Geschichte

Die heute 78-Jährige beginnt auf Lesungen in verschiedenen Orten tiefe Einblicke in ihr eigenes Leben und das ihrer Mitmenschen zu gewähren. Auf 220 Seiten ein turbulentes, schicksalsreiches Leben aufzuzeichnen ist schwer. Das Kapitel über ihre Kindheit fiel Astrid Lose, die im Buch als Asta geboren wird, nicht schwer.

"Ich schrieb die 80 Seiten aus einem Stück", erklärt sie und stellt fest, dass all die schlechten Erlebnisse sie stets voran gebracht haben. Wer das Buch einmal begonnen hat zu lesen, wird es schwer wieder aus der Hand legen können.

Ein Leben voller Rückschläge

Die Autorin offenbart die schweren Kindertage, da ihre Mutter sie nicht mochte und sie einfach weggab. Allerdings ging diese erste Pflegestelle schief und es folgten weitere Tiefschläge. Der Leser hofft, genauso wie jenes kleine Mädchen auf eine glückliche Wende und liebe Menschen, aber dies wird sich erst in den späteren Jahren einmal verwirklichen.

Im Vorwort ist zu lesen: "Und doch denke ich, dass Menschen ihrem Schicksal nicht entrinnen können. Einige sind zum Glück auf der Welt, andere kämpfen ihr ganzes Leben um ein Fünkchen davon und entrinnen manchmal nur knapp der Gefahr. So wie ich, die in ein fremdes Nest gelegt wurde".

Wer ist Astrid Lose?

Astrid Lose, vielen bekannt durch ihr Kinderbuch "Kleiner Teddy sucht eine Mama" und "Geheimnisse aus dem Land des roten Porphyr" schrieb in ihrem aktuellen Buch über Geschehnisse, die sie selbst unter Adolf Hitler, später unter Erich Honecker und jetzt erlebte, aber es beinhaltet auch Geschichten von Verwandten und Bekannten, die ihr berichtet wurden.

"Meine Tochter durfte den Rohentwurf lesen und weinte danach, denn vieles hatte sie so nicht gewusst", erzählt die Autorin, die am 23. Mai 14 Uhr im Heimatverein Milkau das Buch vorstellen wird.

Astrid Lose wurde im damaligen Karl-Marx-Stadt geboren, lebte unter anderen in Döbeln und Marbach, lernte in Burgstädt und studierte in Karl-Marx-Stadt. Dann zog sie mit ihren Mann Wolfgang nach Sörnzig und verbringt nun ihren Lebensabend in Rochlitz. Informationen zum Buch unter 03737/149040.