Ein bunter Mix aus allem

Neueröffnung Altes Schulgebäude wird zum "Werkraum" für Kreative

In die ehemalige Schule im Lichtenauer Ortsteil Oberlichtenau ist wieder Leben eingezogen. Ulrich Czerny gründete darin ein kulturelles Zentrum für gestaltendes Handwerk, den "Werkraum Lichtenau". "Zirka 500 Besucher interessierten sich für unser Angebot als wir die Tore erstmals öffneten. Das war überwältigend und ein voller Erfolg", erklärt der Hausherr, der mit seiner Lederwerkstatt ein Atelier bezogen hat. Ebenfalls handwerklich tätig ist Sylvia Raschke, Meisterin der Damenmaßschneiderei, die sich auf die Anfertigung von Modellen aus den 1940er- bis 1950er Jahren spezialisiert hat. In die oberste Etage ist Jana Schrammel mit ihrer psychologischen Beratung und Seelsorge eingezogen. "Zwei Räume stehen noch leer für gestaltendes Handwerk und in einem weiteren finden Veranstaltungen, Workshops oder ähnliches statt", erklärt Ulrich Czerny, der sich vor 17 Jahren mit seinem Kunsthandwerk selbstständig machte. Mit seinem Kaufangebot für das Gebäude an die Gemeinde legte der gebürtige Saarländer auch ein Konzept vor welches ausschlaggebend für den Zuschlag an ihn war. "Es ist ein super Gefühl wenn die Gemeinde und ihre Einwohner meinen Ideen wohlwollend gegenüberstehen und mitwirken wollen", stellt der 53-Jährige fest, der seine Taschen selbst kreiert und aus Sattelleder herstellt. Stolz ist er auf Auszeichnungen, besonders auf die Ehrung 2009 mit dem Saarländischer Staatspreis für Produktdesign für eine Damenhandtasche. Der Werkraum Lichtenau soll ein Ort der Begegnung, Kreativität und Inspiration für das Lichtenauer Kunsthandwerk und Kulturleben sein. Weitere Betriebe haben sich dem losen Verbund bereits angeschlossen, dazu zählen die Buchbinderei Meyer, Velofaktum, Mio - Esswerkstatt und Minicamping Ottendorf, Keramikatelier Ina Unger und die Dorfgalerie.