Ein Für und Wider zur Tram

Mobilität Diskussion im Chemnitzer Modell

Schon lange wird darüber geredet, aber noch lange wird es dauern, bis die Straßenbahn von Chemnitz nach Limbach-Oberfrohna fahren kann. In der letzten Woche wurde über das Thema Chemnitzer Modell diskutiert. "Derzeit ist Stufe 2 des Modells in Umsetzung und Limbach wäre erst Stufe 4. Es muss der Druck auf allen politischen Ebenen erhöht werden, damit Limbach als nächstes Stück drankommt", sagte Martin Schmidt, Stadtrat und Mitglied im Planungs-, Bau-, und Umweltausschuss von Chemnitz. Mit einem Einzugsgebiet von etwa 50.000 Einwohnern und 26 Haltestellen sei bei einer Bahnverbindung von Limbach nach Chemnitz zu rechnen. Auch Limbachs Bürgermeister Lothar Hohlfeld sagte, dass zu einer Stadt dieser Größenordnung eine moderne und umweltfreundliche Anbindung auf Schienen gehöre. "Es wird auch immer mehr Menschen geben, die nicht mehr oder noch nicht das Auto benutzten", fügte er hinzu. Immer mehr Rentner beispielsweise zeigten schon heute eine zunehmende Nachfrage nach öffentlichen Verkehrsmitteln. Gleichzeitig machte Hohlfeld auch auf Probleme der Tram aufmerksam: Es gebe zum einen Gegner der Bahnverbindung, die glaubten, wenn die Limbacher noch schneller in Chemnitz seien, schrumpfe die Kaufkraft in der Stadt. "Zum anderen ist es auch so, dass die Akzeptanz einiger Bürger für dieses Großprojekt schwindet, weil es noch in so weiter Ferne liegt", sagte er. Uwe Peters vom Limbach-Oberfrohnaer Eisenbahnverein rief zum Kampf für das Chemnitzer Modell auf. "Es muss zu einer umweltgerechten Alternative zum PKW kommen."