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Ein Grill der Extraklasse

Menschen Frank Käferstein baut sich eine "Mifa-Keulendreherei"

Schon von Weitem sieht es nach einer kuriosen Mischung aus - die "Original Kaufunger Mifa-Keulendreherei". Der Kaufunger Frank Käferstein hat sich für seine Leidenschaft, das Grillen, ein exotisches, aber funktionsfähiges Modell gebaut. "Ich wollte einen Grill, den nicht jeder hat", so der 51-jährige Kfz-Meister. Vom Sperrmüll besorgte er sich vor etwa zwei Jahren ein altes Mifa-Fahrrad und funktionierte es für seine Zwecke um. Er nahm das Gestell auseinander und positionierte den Rahmen so, dass das Tretlager oben war und der Sattel unten. Einen Elektromotor mit Getriebe eines DDR-Rolltores baute er ein, damit sich der Spieß, auf dem sich später das Fleisch befinden sollte, auch regelmäßig dreht. Für den sicheren Stand des besonderen Grills wählte Frank Käferstein eine Felge und einen mit Beton ausgegossenen Autoreifen. Ein höhenverstellbarer Glutkasten, in dem Kohle für die Hitze sorgt, tat den Rest.

Das bloße Grillen am Spieß sollte es aber noch nicht gewesen sein. Die Mifa-Keulendreherei verfügt nämlich über eine Menge Extras. "Der Grillmeister soll schließlich seinen Spaß haben", so Käferstein. Er baute also zusätzlich eine Haltevorrichtung für einen Sonnenschirm ein. Außerdem positionierte er eine kleine Lampe über dem Spieß, sodass der Grillmeister auch bei Dunkelheit immer sein Fleisch richtig in Augenschein nehmen kann. Ein Radio, das an dem Gestell hängt, sorgt für musikalische Unterhaltung und ein Maulschlüssel dient schließlich als Bierflaschenhalter. Kreativ sei Käferstein schon immer gewesen, sagt er. "Auf meinem Nachtschrank liegen Zettel und Stift, weil mir die Ideen einfach immer so kommen", erzählt er.