Ein gutes Brot braucht seine Zeit

Vielfalt Regionale Brot-Auswahl ist in Deutschland einzigartig

Altmittweida/Region. 

Altmittweida/Region. "Ein gutes Brot braucht einfach seine Zeit", weiß Uwe Paulig, Innungsobermeister der Bäckerinnung und selbst Bäckerei-Inhaber einer Bäckerei in Altmittweida, die an diesem Standort mittlerweile 120 Jahre existiert. Das zeitlich aufwändigste ist dabei das Herstellen eines dreistufigen Sauerteigs, der die Grundlage für ein handwerklich gebackenes Brot bildet. Woraus besteht Brotteig überhaupt? Ein traditionell hergestellter Teig enthält Mehl, Wasser, Salz, Backtriebmittel - wie Hefe und Sauerteig - und sonst nichts.

Mit rund 3.200 eingetragenen Brotsorten haben es die Innungsbäcker geschafft, dass die deutsche Brotkultur durch die nationale UNESCO-Kommission 2014 in das Bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen wurde. Die regionale Vielfalt der Brote in Deutschland basiert vor allem auf den besonderen bodenkundlichen und klimatischen Voraussetzungen sowie der politischen, historischen und geografischen Entwicklung.

Durch Rohstoffknappheit in Notzeiten, durch Umwelteinflüsse und Kriege wurden den Bäckern immer wieder Kreativität und Einfallsreichtum abverlangt. Die historisch bedingte Vielfalt erlebt in jüngster Zeit sogar einen weiteren Schub, denn fast in Vergessenheit geratene Urgetreidearten wie Einkorn, Emmer und Dinkel, sowie das sich stets weiterentwickelnde Angebot von Broten zu Feiertagen, traditionellen Feierlichkeiten und sonstigen Anlässen kommt dazu. "Trotzdem ist das Mischbrot der eindeutige Spitzenreiter im Verkauf", so Paulig.

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