Ein Handwerk in Stein gemeißelt

Vorgestellt Der Beruf des Steinmetzes und -restaurators

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Gesellin Anika Gerischer (M.) sowie die Auszubildenden Steven Marco Födisch (l.) und Sebastian Klar bei der Arbeit. Foto: Wieland Josch

Halsbrücke. Es klappert und hämmert vielstimmig auf dem Gelände der Steinrestaurierungsfirma von Tobias Neubert in Halsbrücke. Die Gesellin Anika Gerischer sowie die Auszubildenden Steven Marco Födisch und Sebastian Klar widmen sich ihrer Arbeit mit höchster Konzentration, schlagen verschiedene Reliefs aus dem vor ihnen liegenden Gestein. Ihre Fertigkeiten sind schon beeindruckend und man merkt ihnen an, dass sie ganz bei der Sache sind.

"Wir bilden jedes Jahr neue Lehrlinge aus", sagt ihr Chef Tobias Neubert. "Wir hatten sogar schon einmal vier Azubis in einem Lehrjahr." Hört sich so an, als sei die Nachwuchsgewinnung zumindest bei Steinmetzen kein großes Problem. "Es ist nicht wahr, dass es keine Lehrlinge für das Handwerk gibt", ist Neubert überzeugt. "Aber man muss trotzdem aktiv sein, um sie zu bekommen." Rund 50 Azubis hat er seit Firmengründung 1991 ausgebildet und dafür sogar den renommierten Walter-Hartwig-Preis der Handwerkskammer Chemnitz erhalten.

Aktivität und Präsenz einer Firma sind wichtig

Weil man als Firma aktiv bleiben muss, nimmt Tobias Neubert auch jedes Jahr an der Woche der offenen Unternehmen teil, die in diesem Jahr vom 11. bis 16. März stattfindet. Ebenso ist er auf Messen anzutreffen, aber auch auf Mittelaltermärkten, welche der Miskus veranstaltet. Fest in seiner Region verankert will Neubert diese auch dort unterstützen, wo es ihm möglich ist.

Seine Firma bietet einen guten Karriereweg, sagt er. Man könne hier den Gesellen und den Meister machen. Als Landesinnungsmeister hat Neubert das Große und Ganze im Blick und möchte, dass Firmen in Mittelsachsen, die sonst aus demografischen Gründen verschwinden würden, auch dank seiner Ausbildungsarbeit weiterhin existieren können.

"Wir wollen zeigen: Du kannst weiterkommen, kannst was schaffen", so Neubert. "Wir möchten, dass die jungen Leute mehr wollen und sich entwickeln." Dabei hilft auch ein breites Weiterbildungsangebot der Innung.