Ein Meilenstein für TU Freiberg und Energieunternehmen

Kooperation Um die Energiewende erfolgreich zu bewerkstelligen

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Zufrieden: Daniela Zieglmayer, Ralf Hiltenkamp und Klaus-Dieter Barbknecht (vorn v.l.) bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages. Foto: Wieland Josch

Freiberg. Es soll ein weiterer Meilenstein sein, so sagte es Klaus-Dieter Barbknecht, Rektor der TU Bergakademie Freiberg, bevor er seinen Namenszug unter einen Kooperationsvertrag setzte, den die Ressourcenuniversität am Dienstag dieser Woche mit dem Energieunternehmen enviaM abschloss.

In dem Papier, welches von Personalvorstand Ralf Hiltenkamp und Personalleiterin Daniela Zieglmayer von Seiten des Energieversorgers unterzeichnet wurde, werden die praxisnahe Ausbildung der Studierenden, die Bearbeitung von Forschungs- und Entwicklungsthemen, die Einrichtung von Netzwerken sowie eine nachhaltige Nachwuchsförderung und Mitarbeitergewinnung festgehalten. "Wir haben solche Kooperationsverträge auf dem Gebiet der Großindustrie in allen Fakultäten", erklärte Klaus-Dieter Barbknecht.

Er wies zudem darauf hin, dass seit dem vergangenen Semester der neue Studiengang "Internet der Energie" im Bachelor und Master an der TU Bergakademie existiere. Damit trage man der Tatsache Rechnung, dass die Digitalisierung auch in der nachhaltigen Energiewirtschaft eine zentrale Rolle spielt. Mit dem Vertrag führen beide Partner eine Kooperation deutlich intensiver fort, welche schon seit 2012 existiert.

Mit dem Wissen der Region kann die Energiewende gemeistert werden

Neu sei nun unter anderem, dass man spezielle Jahresarbeitspapiere entwickeln möchte, erläuterte Ralf Hiltenkamp. "Was wir mit den Hochschulen und Universitäten umsetzen, hilft dabei, die Energiewende zu stemmen", sagte er. "Und darüber entwickelt sich auch eine Bindung der Studenten zu unserem Unternehmen."

Man könne eine dezentrale Energiewende bewerkstelligen, ist sich der Vorstand sicher, allerdings nur mit Verstand und Sinn für die Realitäten. Manche politische Entscheidung, mit der man sich derzeit auseinandersetzen müsse, sei sehr irrational. "Es gibt so viel Wissen in unseren Regionen", so Hiltenkamp weiter. "Wenn wir das zu nutzen verstehen, können wir die Energiewende schaffen." Die TU Bergakademie werde ihren Teil beisteuern, ist sich Barbknecht sicher. Es reiche nicht nur zu forschen, sondern es müsse auch ausgebildet werden.