Ein Mensch, der Spuren hinterlässt

Gedenken Die Mitarbeiter des BLICK trauern um Harry Nestler

Flöha/Frankenberg. Es ist dies einer der Texte, den man nicht schreiben möchte, den aber das Leben in seiner Unerbittlichkeit aufzwingt: Harry ist tot.

Harry Nestler war als Geschäftsstellenleiter der Freien Presse im Herbst des Jahres 1991 einer von jenen, die dem Flöhatal BLICK zu einem reibungslosen Start verhalfen. An seinem Schreibtisch entstanden die ersten Seiten dieser Zeitung. Später übernahm er gelegentlich die Urlaubsvertretung des Redakteurs, war der Zeitung viele Jahre durch seine Beiträge verbunden, nicht zuletzt mit den fundierten Tipps für die Kleingärtner. Ein solcher war er mit Leib und Seele, auch in zahlreichen Funktionen des Verbandes. Für uns hieß er daher lange Zeit der "Gartenfreund".

Aber vor allem war Harry tatsächlich ein Freund, ein lebensbejahender Mann, mit dem wir viele Erlebnisse teilten und so manchen Spaß hatten. Und Harry war ein aufrechter Mensch, der seine Weltanschauung - geprägt durch die Jugend nach einem verheerenden Krieg und dem Wunsch, eine bessere Welt zu schaffen - auch dann nicht verleugnete, als sie nicht mehr gefragt war. Harry blieb hellwach, mischte sich ein, war unbequem, und wenn es nur umso scheinbar unbedeutende Probleme wie das Fällen einiger Pappeln ging.

Seine sportlichen Aktivitäten, ob im Sportverein Mühlbach, bei den Erdmannsdorfer Wanderfreunden oder in seiner Radfahrtruppe, bewahrten Harry nicht vor schwerer Krankheit und langem Leiden. Am 26. Oktober verstarb Harry Nestler in Frankenberg, in jener Stadt, in der er vor 81 Jahren geboren wurde. Alle, die ihn aus seiner Zeit der Mitarbeit beim BLICK kannten, sind traurig. Uns bleibt nur ein letztes Mal zu sagen: Danke, lieber Harry. Vergessen werden wir Dich nicht.