Ein "Möbius-Band" für Mittweida

Skulptur Ein neues Kunstwerk ziert den Technikumplatz

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OB Schreiber, die Kanzlerin Bäßler, Auszubildende und Mitarbeiter der Zwingerbauhütte Dresden und Hochschul-Rektor Hilmer (v.l.n.r.) bei der Enthüllung des "Möbius-Bandes" auf dem Technikumplatz Mittweida. Foto: Dennis Heldt.

Mittweida. Junge Bildhauer aus der Dresdener Zwingerbauhütte haben am vergangenen Wochenende ein ganzes besonderes Geschenk an die Hochschule Mittweida überreicht. "Wir verstehen dieses Kunstwerk als eine Art Blumenstrauß zum Geburtstag, der uns aber für einen längeren Zeitraum erhalten bleiben wird", sagte Rektor Ludwig Hilmer vor Beginn der Enthüllung der Stele auf dem Technikumplatz vor dem Hochschulhauptgebäude.

Die künstlerische Säule zeigt dabei ein sogenanntes "Möbius-Band", sprich eine verdrehte, zusammenhängende Schleife ohne Anfang und Ende und ohne klare Abgrenzung zwischen oben und unten.

Symbolische Bedeutung

Das Band gilt aufgrund seiner Struktur als orientierungslos, aber auch als Symbol für die Vereinigung aller Wissenschaften, erklärte Kanzlerin Sylvia Bäßler. Das Band, welches auf den Mathematiker August Ferdinand Möbius zurückgeht, findet sich in ähnlicher Form auch in der Natur und Wissenschaft wieder. So haben beispielsweise Proteine und Wirkstoffe in der Pflanzenwelt die Struktur eines Möbius-Bandes. Und auch in der Technik komme die Form häufiger zum Einsatz, da die Windung der Schleife sehr verschleißarm ist.

Für die Hochschule sei das Band nun aber auch ein Zeichen für die Verbindung von Lehre und Studenten und es stehe für praxisorientierte Ausbildung und die Strahlkraft der Mathematik in alle Fachbereiche, sind sich der Rektor und die Kanzlerin sicher. "Wir freuen uns auch als Stadt, die mit Johannes Schilling einen Bildhauer als Ehrenbürger führt, dass ein Kunstwerk aus der Bildhauerei unsere Stadt verschönert", sagte Oberbürgermeister Ralf Schreiber anlässlich der Enthüllung der Stele.