Ein monumentales Werk erklingt

Oratorium Bachs Matthäuspassion wird im Freiberger Dom aufgeführt

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Domkantor Albrecht Koch bei einer Probe. Foto: Wieland Josch

Freiberg. Sie ist ein wahrhaft monumentales Werk, nicht allein ihres Umfangs nach, sondern ebenso in ihrer Wirkung. Die Matthäuspassion von Johann Sebastian Bach, vermutlich 1727 erstmals am Karfreitag aufgeführt, wird am kommenden Samstag, den 24. März im Freiberger Dom St. Marien zu hören sein.

Eine der größten musikalischen Leistungen

Das Werk, geschrieben für fünf Solisten, zwei Chöre und zwei Orchester, ist, was die Besetzungsgröße anbelangt, Bachs umfangreichste Schöpfung und gilt heute als unbestritten bedeutendste aller Passionsvertonungen und eine der größten musikalischen Leistungen der abendländischen Kultur. Keine Frage, dass der Freiberger Domchor dafür intensiv probt.

Seit Januar arbeitet man gemeinsam mit Domkantor Albrecht Koch konzentriert daran, zog sich dafür sogar Anfang März zu einem Probenwochenende in die Landesmusikakademie auf Schloss Colditz zurück. Am kommenden Samstag stehen Chor und Kurrende ab 17 Uhr gemeinsam mit den Solisten Marie-Luise Werneburg, Marlen Herzog, Patrick Grahl, Florian Just und Matthias Weichert sowie dem Dresdner Barockorchester auf der Bühne im Dom.

Matthäuspassion beeindruckt vor allem heutzutage

Die Matthäuspassion, zu Bachs Lebzeiten kein großer Erfolg, erfreut sich heute einer ungebrochenen Beliebtheit beim Publikum. Dass dem so ist, dafür sorgte ihre Wiederentdeckung 1829 durch Felix Mendelssohn Bartholdy. Eintrittskarten für die Freiberger Aufführung sind zum Preis von 11 bis 18 Euro im Domladen erhältlich.