Ein neues Dach für das Rathaus

Sanierung Freiberger Ämter müssen in andere Räumlichkeiten umziehen

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Sturmtief "Friederike" hatte das Rathausdach in Freiberg arg in Mitleidenschaft gezogen. Foto: Wieland Josch

Freiberg. Nein, es hätte nicht des Sturmtiefs "Friederike" im Januar bedurft, um der Freiberger Stadtverwaltung die Notwendigkeit eines neuen Rathausdaches deutlich zu machen. Doch der Einsturz eines Ziergiebels, der erheblichen Schaden anrichtete, war dennoch spektakulär und machte schnelles Handeln umso dringlicher.

Das Dach war zuletzt undicht

Doch schon seit langem gibt es Planungen, welche sich mit dem maroden Dach beschäftigen. Wer nach starken Regenfällen das Rathaus besuchte, dem begegneten allenthalben Töpfe und Schüsseln, welche das durch die Decke tropfende Wasser auffingen. "Wir sind im Rathaus nicht ganz dicht", scherzt Oberbürgermeister Sven Krüger gern darüber. Doch diesem Zustand wird nun abgeholfen. Noch im März wird mit der Sanierung begonnen, die etwa ein halbes Jahr dauern soll.

Sanierung zwingt zum Umzug

Das Schieferdach und der Dachstuhl werden dabei erneuert. Ämter, die in der oberen Etage des Rathauses untergebracht sind, müssen deshalb für die Dauer umziehen. Das betrifft das Bildungs- und das Hauptamt sowie die Kämmerei. "Die Übergangsbüros befinden sich im Rathaus, im Stadthaus II und in der Engen Gasse", teilt die Stadt mit. Heiratswillige Paare werden in den kommenden Monaten auch nicht mehr im Rathaus getraut, sondern im Schloss Freudenstein.

Die letzte, nicht einmal vollständige Dachsanierung liegt mittlerweile mehr als 20 Jahre zurück. Die nun anstehende wird abschnittsweise erfolgen. Der vom Sturm zerstörte Ziergiebel soll übrigens wieder seinen Platz an alter Stelle finden.