Ein Paradies für Leseratten

Vorgestellt Der Lichtpunkt-Stadtteiltreff

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Freuen sich auf viele Leser beim Büchertausch: Helga Engler, Frank Riedel und Inge Ruthenbeck (v. l.). Foto: Wieland Josch

Freiberg. Jedem Lesefreund geht das Herz auf, wenn er den Raum in der ersten Etage des Hauses Schillerstraße 3 in Freiberg betritt. Bis unter die Decke reichen die Regale und in ihnen stehen zahllose Bücher, wartend auf ihre Leser. Wer nun glaubt, er befinde sich in einer Bibliothek, der irrt. Nein, diese Regale stehen im Stadtteiltreff des Vereins "Lichtpunkt" und sind nicht zur Ausleihe gedacht, sondern zum Tausch. Das funktioniert ganz einfach, wie Inge Ruthenbeck und Helga Engler, beide ehrenamtliche "Verwalter" im Treff, erklären. "Wer zu Hause Bücher hat, die er nicht mehr braucht, der bringt sie hierher und tauscht sie gegen neues Lesefutter aus", so Inge Ruthenbeck. "Der Vorteil ist, dass man sie nicht zurückbringen muss, wenn man nicht möchte." Eine Abladestation für ganze Bibliotheken ist man aber nicht. Es wird viel Wert auf Ordnung und Übersichtlichkeit gelegt. Jeden Dienstag von 17 bis 18.30 Uhr und jeden Mittwoch von 11.30 bis 13.30 Uhr ist Tauschzeit, die auch mal zur Plauschzeit wird. Denn in dem gemütlichen Raum lässt es sich sehr gut miteinander unterhalten, womit dem Namen Stadtteiltreff Ehre gemacht wird. Seit 2004 gibt es das Angebot in der Schillerstraße, analog zum Wohngebietstreff an der Paul-Müller-Straße in Friedeburg, ebenfalls vom Verein "Lichtpunkt". Dort betreut Frank Riedel den Büchertausch immer dienstags von 14.30 Uhr bis 16 Uhr. An der Schillerstraße steht noch ein weiterer Raum zur Verfügung, in welchem Kurse in kreativem Gestalten abgehalten werden. Gerne möchte man auch wieder Spieleabende und Fotoausstellungen veranstalten oder zum Malen mit Acryl einladen, was seltener in jüngster Vergangenheit stattfand. In den Bücherregalen steht auch manches zu solchen Hobbys und vielleicht lassen sich über das Lesen auch wieder mehr Menschen zur gemeinsamen Freizeitgestaltung im "Treff" gewinnen. Derzeit wird zumindest überlegt, Bücherboten einzusetzen, welche denjenigen, die nicht so gut zu Fuß sind, getauschte Bücher nach Hause bringen. Weitere Informationen unter der Telefonnummer 03731/ 7746900.