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Ein prächtiger Kräutergarten

Natur Kleinod in Lunzenauer Gartenanlage West bedarf großer Pflege

Gerade in Jahren, die feucht und warm sind - so wie sich 2015 bisher präsentiert, holt die Natur zu großem Wachstum aus. Davon können auch Brygida Großer und Jens Kühne ein Lied singen, denn die Beiden kümmern sich momentan darum, dass sich die Natur den Kräutergarten in der Gartenanlage West nicht vollends zurück holt. Da die Stadt selbst niemanden hat, der sich um den Kräutergarten kümmern kann, wurde die Naturschutzstation Weiditz um Hilfe gebeten. "Wir haben das Gelände des Lunzenauer Kräutergartens in Absprache mit der Stadt Lunzenau und dem Gartenverein gepachtet", sagt Angela Schubert, die Geschäftsführerin der Station. Durch das aktuelle, fast tropische Wetter gibt es im Kräutergarten für die beiden Lunzenauer viel zu tun: verwelkte oder verfaulte Triebe beschneiden, Unkraut beseitigen, Wege mit Rindenmulch versehen, Wildwuchs beseitigen, gießen und ernten, um nur einiges zu nennen. Lunzenaus Stadtoberhaupt Ronny Hofmann freut sich, dass es zu dieser Zusammenarbeit mit der Naturschutzstation gekommen ist. "Natürlich versuchen wir hier Nachhaltigkeit zu erreichen", sagt er. Im Herbst soll deshalb gemeinsam mit Vertretern der Stadt, der Naturschutzstation und des Gartenvereines nach Wegen und Möglichkeiten - vor allem Finanzierungsmöglichkeiten - für ein Fortsetzen im nächsten Jahr gesucht werden. Ganz im Sinne des Naturheilkundlers Friedrich Eduard Bilz (1842 bis 1922) war der Lunzenauer Kräutergarten 2005 von "Kräuterhexe" Christine Heinig initiiert worden. Allerdings sind die beiden Ein-Euro-Jobber lediglich noch bis September 2015 hier zu Gange. Was dann wird, vor allem hinsichtlich der Finanzen, ist offen. Geöffnet ist der Kräutergarten für jeden, der Freude an Fauna und Flora hat.



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