Ein Puzzlebaum für den Mittweidaer Oberbürgermeister

Aktion Studiengruppe erkundete Wünsche und Bedürfnisse der Mittweidaer

Mittweida . Jetzt hat es Ralf Schreiber, Oberbürgermeister von Mittweida ganz bunt, was sich ein Teil der Einwohner aus der Hochschulstadt so wünscht. Fünf Studenten, die ihren Master in Sozialer Arbeit machen, betreuten das Projekt "Soziales Unternehmertum" in einem angemieteten Laden in der Rochlitzer Straße. "Durch verschiedene Aktionen in der Begegnungsstätte haben wir versucht alle Generationen zu einem Besuch bei uns zu bewegen. Wir haben Spiele angeboten, Tischkicker, Basteln, Kinderturnen und einen Taekwondo-Kurs", erklärt Katrin Naumann, die zusammen mit Laura-Marie Schilde und Frank Schumann die Projektleitung über hatte.

Bürgermeister will Wünsche zur Diskussion bringen

Die Besucher, vom Kind bis hin zum Senior wurden gebeten, auch ihre Wünsche oder Probleme auf ein Puzzelteil zuschreiben. Daraus entstand ein Baum, den die Studierenden an Ralf Schreiber übergaben. "Wir wollten etwas Bleibendes schaffen und hoffen die Stadtverwaltung beschäftigt sich mit den Aussagen der Einwohner", berichtet Studentin Samantha Uhlig. Der Oberbürgermeister nahm den Puzzelbaum dankend entgegen. "Den nehme ich mit und zur nächsten Stadtratssitzung werden ich die Stadträte darüber informieren. Ich denke es wird eine rege Diskussion auslösen", so Schreiber.

Vielfach wurde der Wunsch nach solch einen Laden bzw. einer Begegnungsstätte und einer Zusammenarbeit zwischen Stadt und Hochschule kundgetan. "Ich denke die Etablierung eines Ladens gemeinsam mit der Hochschule wäre machbar, dazu können wir ins Gespräch kommen". Die Forderung nach mehr Bussen auch am Abend, wollte Schreiber gleich an Michael Tanne, Stadtrat und Chef von Regiobus weitergeben. Der Wunsch nach einer Autofreien Zone mit Flair, mehr Parkplätzen, auch kostenfreie, fand sich im Puzzle auch wieder.

"Wir haben jetzt die Parkplatz-Untersuchung abgeschlossen und für die Rochlitzer Straße ein Konzept in Arbeit", führt Schreiber dazu aus. Bei dem Wunsch "mehr Jugendbeteiligung" stimmte Ralf Schreiber zu und bedauerte, dass erst kürzlich das Jugendparlament "Jugendstimme Mittweida" ihre Arbeit aufgegeben hat, da es an Mitstreitern fehlt.