Ein Sammelsurium längst vergangener Zeiten

Historie Stefan Simon bewahrt historische DRK-Ausrüstung

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Neben vielen anderen Exponaten, ihre genau Zahl kennt Stefan Simon nicht, sind auch Wiederbelebungsgeräte aus verschiedenen Jahrzehnten zu entdecken. Foto: Ulli Schubert

Flöha. Schätze sind schon per Definition nicht leicht zu entdecken. Ein solcher Schatz aber findet sich seit gut zehn Jahren in der DRK-Außenstelle an der Bahnhofstraße in Flöha. Stefan Simon hat hier nämlich ein Museum etabliert mit Exponaten, die er seit den Wendewochen gesammelt hat.

Wegwerfen ist nicht sein Ding

Denn Wegwerfen ist nicht sein Ding. Und so finden sich in der Ausstellung zahllose Belege aus der Geschichte des Deutschen Roten Kreuzes vom Brigadetagebuch bis zur Dissertation, vom OP-Besteck bis zum Verbandsmaterial, vom Spielkarten-Quartett bis zu Puppen, die Uniformen des DRK tragen.

Viele Exponate vor allem aus Zeiten der DDR hat Simon gerettet, andere wurden ihm gebracht. "Ich habe mich besonders über eine Sanitasche gefreut, die aus einem Lazarett in Minsk stammt, das im Zweiten Weltkrieg von der Deutschen Wehrmacht besetzt war. Die Tasche hat mir eine 92-jährige Frau gebracht."

Einmal in den OP, bitte!

Und auch auf ein komplettes Behandlungszimmer ist er stolz. Vieles ist noch aufzuarbeiten und zu systematisieren. In einem Raum lagern noch jede Menge Akten und andere Dinge. "Darum kümmere ich mich, wenn ich Rente bekomme", meint Simon lachend.

Stefan Simon arbeitet seit 1981 beim DRK in Flöha, war hier zuletzt Geschäftsführer und ist nach der Zusammenlegung im DRK-Kreisverband Freiberg Leiter des Allgemeinen Geschäftsbereichs. Als solcher ist er auch für die Fortbildung zuständig und so hat sich schon so manche Gruppe von Mitarbeitern hier umgeschaut.

Tag der offenen Tür Ende August

Aber auch die Flöhaer Ortschronisten waren beispielsweise bereits zu Gast im Museum, dass man ansonsten nur nach Vereinbarung besuchen kann. Für die Öffentlichkeit bietet sich zum Tag der offenen Tür am 26. August von 14 bis 18 Uhr die Gelegenheit, den Schatz an Sammlungsgegenständen zu bestaunen. Dann kann man sich auch in der Tagespflege umschauen und deren Angebote genauso kennenlernen wie die des Rettungsdienstes.