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Ein schönes Kunstwerk unter Beschuss

Fest Der Vogel in Voigtsdorf ist mehr als nur eine Zielscheibe

Voigtsdorf. 

Voigtsdorf. Das wichtigste Utensil beim Vogelschießen ist natürlich der Vogel selbst. Nach dem er aufgestellt wurde, ist er weit zu sehen und alle Festteilnehmer können sich an der Schönheit des Vogels erfreuen - bis zu jenem Moment am Sonntag gegen 16 Uhr, an dem er Federn lassen muss.

Vom blauen zum braunen Gefieder

Der Vogel wird seit Jahren von Michael Bork, einem Tischlermeister aus Voigtsdorf, gebaut und jedes Jahr wieder dafür instand gesetzt. Kommt das gute Stück nach dem Vogelschießen zerschossen wieder in seine Werkstatt, so müssen defekte Teile repariert bzw. neu hergestellt und frisch lackiert werden. Gelegentlich ändert der kreative Vogelbauer auch die die Form und Farbe. So war die schöne Zielscheibe einige Jahre blau bemalt. Aktuell wird er mit brauner Farbe geschmückt.

Ein richtiges Kunstwerk

Dass Michael Bork sein Tischlerhandwerk versteht, beweist er jedes Jahr aufs neue. Denn der Vogel ist wirklich ein kleines Kunstwerk und eigentlich viel zu schade zur mutwilligen Zerstörung. Aber genau dafür wird er ja gemacht.

Natürlich besteht die Kunst auch darin, den Vogel so zu bauen, dass er nicht gleich beim ersten Treffer in seine Einzelteile zerfällt. Auf der anderen Seite darf er auch nicht unzerstörbar sein. Schließlich soll letztlich nach einem spannenden Wettbewerb endlich das letzte Teil fallen, damit ein neuer Schützenkönig gekrönt werden kann.



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