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Ein seltener Dachboden-Fund

Rückgabe Familienchronik ist jetzt vollständig

Freiberg. 

Freiberg. Es ist offenbar ein Sommer der Entdeckungen in der Region. In der letzten Ausgabe berichteten wir von Aktenfunden in Falkenberg und im nächsten BLICK gibt es eine weitere Geschichte dieser Art.

Handgeschriebene Chronik einer Patrizierfamilie

Das, was Harald Hahn in seinem Haus in Niederbobritzsch fand, ist allerdings vor allem für die Stadt Freiberg von Bedeutung. Als im Jahr 2013 die Flut das Hahnsche Wohnhaus in Mitleidenschaft zog, musste alles heraus geräumt werden. Auf dem Dachboden tauchte ein Paket auf, dessen Herkunft sich niemand erklären konnte. Darin befand sich Band 2 einer handgeschriebenen Chronik über die Familie Lingke.

"Dabei handelt es sich um eine alteingesessene Freiberger Patrizierfamilie", erläutert Stadtarchivarin Ines Lorenz. "Im Archiv befanden sich lediglich die anderen Bände." Ursprünglich waren die Bücher im Besitz des Freiberger Altertumsvereins, der aber während des Zweiten Weltkriegs seine Tätigkeit beenden musste und die Bestände an Archiv und Museum abtrat.

Ab dem Jahr 2021 im neuen Stadtarchiv

Als dann, der Umstände wegen, diese Dinge auf umliegende Güter verteilt wurden, um sie vor Zerstörung zu schützen, verlor sich die Spur des zweiten Bandes. Seinen Fund konnte Harald Hahn gesundheitsbedingt erst jetzt an den Altertumsverein zurückgeben, der ihn sofort an das Stadtarchiv weiterleitete.

Nicht allein die akribischen Aufzeichnungen über Familien- und Stadtgeschichte sind von Wert, sondern auch die zahlreichen Fotos und Zeichnungen, welche das Bild vom Freiberg der Kaiserzeit und der 1920er Jahre bereichern und ein wenig vollständiger werden lassen. Oberbürgermeister Sven Krüger freute sich sehr. Die Unterlagen werden ab 2021 einen Platz im neuen Stadtarchiv im sanierten Herderhaus bekommen.



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