• Corona-News
  • Sachsen
  • Chemnitz
  • Erzgebirge
  • Mittelsachsen
  • Vogtland
  • Westsachsen

Ein stilles Örtchen zum Wohnen

Moderne Bäder Längst keine Nasszellen mehr

Klein, feucht und dunkel und meist nur mit den funktionell notwendigen Möbeln eingerichtet: Dieses Schema F beschrieb über Jahre hinweg das typische Badezimmer der Deutschen. "Der Raum glich einer Nasszelle, die man zum Leben brauchte, in der man aber nicht mehr Zeit als unbedingt nötig verbringen wollte. Heute sehen das viele Menschen anders, denn sie haben das Badezimmer als exklusiven Wohnraum und Wohlfühloase für sich entdeckt", sagt Dirk-Uwe Klaas, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie (VDM). Für immer mehr Menschen ist das Badezimmer inzwischen der Ort innerhalb der eigenen vier Wände, an dem sie etwas Gutes für sich selbst tun. Entsprechend wichtig ist ihnen eine individuelle Einrichtung, die weit über das funktionell Notwendige hinausgeht.

Zu den Neuheiten in deutschen Badezimmern zählen Möbel aus Holz. Nicht nur moderne Produktionstechnologien haben positiven Einfluss auf die Resistenz der Möbel gegen Feuchtigkeit, auch besitzt das Holz per se eine natürliche Funktion, Feuchtigkeit aufzunehmen und bei Trockenheit wieder an die Raumluft abzugeben. Damit trägt es gerade auch im Badezimmer spürbar zum Wohlfühlwohnen bei und verkörpert zudem für viele Menschen ein natürliches Raumkonzept. Nach wie vor im Trend liegen hohe Aufsatzwaschbecken, die es in zahlreichen Ausführungen und Materialien gibt. Ein Unterschrank lässt die Rohre leicht verschwinden und bietet darüber hinaus praktischen Stauraum für Putzutensilien. Alle Badezimmermöbel gibt es sowohl aus Massivholz als auch aus Holzwerkstoffen mit einer furnierten Oberfläche. Doch auch wem die Authentizität des Holzes weniger zusagt, findet individuelle Lösungen für sein Badezimmer. Unzählige Hersteller bieten lackierte Badezimmermöbel in jedweder Farbe an und wer es besonders futuristisch mag, kann sich zudem für offene Stahlrahmen entscheiden, in denen das Waschbecken und die Wanne eingelassen sind. "Über eine Bedarfsanalyse und den individuellen Geschmack der Endverbraucher führt der Weg zur optimalen Badezimmereinrichtung entlang unzähliger Möglichkeiten. Es gibt kaum noch etwas, das es nicht gibt - und erst recht nichts, das dem Bedarf und Geschmack jedes Einzelnen nicht gerecht wird", so Klaas.

Bei der Farbgestaltung im Badezimmer sind helle und warme Farben empfehlenswert, um dem meist immer noch recht kleinen Raum etwas an Enge zu nehmen. LED-Leuchtelemente mit verschieden farbigen Programmen spiegeln eine variable Nutzung des Badezimmers wider.

"Auf diese individuelle und variable Nutzung des Badezimmers hat sich die Möbelindustrie ebenso eingestellt, wie auf alle anderen individuell gestalteten Räume des Hauses. Das tut sie mit nicht minder individuellen und vielfältigen Lösungen", so Klaas. Gemeinsam mit Herstellern von Sanitärprodukten wie Duschen, Toiletten, Badewannen und Waschbecken bietet die Möbelindustrie neue Möglichkeiten, die sich an eben diesen variablen Anforderungen an das Badezimmer orientieren. Dazu zählen barrierefreie Lösungen zum Waschen und Duschen und auch technologische Entwicklungen wie etwa wasserdichte Soundsysteme, Armaturen mit Knopf- statt Hebeltechnologie, Spiegel mit integrierten Bildschirmen sowie Smartphone-Applikationen für Raum- und Wassertemperatur. Auch typische Wellness-Angebote wie eine Badewanne inklusive Whirlpool, eine Brause mit Licht- und Wassereffekten oder eine Sauna sind immer häufiger in deutschen Badezimmern anzutreffen. vdm/ft



Prospekte