Ein würdiger Festakt für die Silberstadt

Auftakt Silberne Tage aus Anlass zweier Jubiläen eröffnet

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Gemeinsam sangen alle Anwesenden beim Festakt abschließend das Steigerlied. Foto: Wieland Josch

Freiberg. Seit Montag sind die Silbernen Tage in Freiberg aus Anlass des 850. Jubiläums des ersten Silberfundes und 800. Jahre urkundlicher Ersterwähnung der Stadt eröffnet. Den Auftakt machte dazu ein Festakt in der Nikolaikirche, der exakt auf den Tag genau 800 Jahre nach der Ausstellung jener wesentlichen Urkunde stattfand.

Den musikalischen Höhepunkt setzte dabei die Mittelsächsische Philharmonie, welche einmalig die beiden silbernen Pauken aus den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden in das Orchester integrieren durfte. In seinen Begrüßungsworten erinnerte Oberbürgermeister Sven Krüger daran, dass Freiberg auch einen Klang besitzt. "Das Hämmern der Bergmänner vor 800 Jahren, das Aufeinanderprasseln der 700 Jahre alten Silbermünzen, die im Schloss Frauenstein geprägt wurden", zählte er auf.

Potenzial der Erzählungen soll genutzt werden

"Das Läuten der 500 Jahre alten Glocken der Glockengießerfamilie Hilliger in unseren Kirchtürmen, die einzigartigen Töne der 300 Jahre alten Orgeln von Gottfried Silbermann." Auch das Steigerlied, gespielt von den 30 Jahre alten Porzellanglocken im Rathausturm ließ er nicht unerwähnt. Als Festredner konnte er mit der Bestsellerautorin Sabine Ebert und dem Historiker André Thieme zwei Fachleute gewinnen, die sich intensiv, beide auf ihre eigene Art, mit der Freiberger Historie auseinandergesetzt haben und darüber berichteten.

Sabine Ebert, die acht Romane in und um Freiberg spielen ließ, rief dazu auf, das Potenzial dieser Erzählungen noch mehr zu nutzen und bezog Stellung gegen eine zunehmende Geschichtsfeindlichkeit, womit sie besonders die Vernachlässigung jenes Fachs an den Schulen anprangerte.