Eine Arbeit, die nie fertig wird

Hobby Leidenschaft für Modellbahnwelten

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Teilen die Begeisterung vor Modellbahnwelten: Steve Johannes Ittershagen (l.) und Harald Mende. Foto: Wieland Josch

Freiberg. Hingebungsvoll bastelt Harald Mende an den Geleisen und Landschaften. Jeden Montag und Mittwoch, immer ab etwa 13 Uhr, ist der Rentner im Mehrgenerationenhaus "Buntes Haus" an der Freiberger Tschaikowskistraße anzutreffen. Hier hat er seit kurzem einen größeren Raum zur Verfügung, und den braucht er auch, um dort seine Modellbahnwelt Stück für Stück aufzubauen. "Das ist jetzt die insgesamt dritte Platte, die ich zusammenstelle", sagt er.

Alles, bis auf die Modellzüge und -lokomotiven, ist dabei von Hand gemacht. Am Rand ist schon eine Kabinenseilbahn in Aktion, der Berg, den sie hinauf fährt, besteht aber noch zu großen Teilen aus Drahtgitter. Doch die Gleise sind schon verlegt, ein Bahnhof steht und manches Haus am Weg auch. "Fertig wird das nie", schmunzelt Mende. "Darf es auch nicht." Dann wäre ja der Spaß vorbei.

Am liebsten möchte er damit junge Menschen ab 11 Jahre erreichen, die sich für dieses herrliche Hobby begeistern. Doch derzeit mangelt es daran. Unterstützung in seinem Tun erhält er vom Landtagsabgeordneten Steve Johannes Ittershagen, selbst ein leidenschaftlicher Modelleisenbahn-Freund und beruflich, neben seiner Politikertätigkeit, mit den Originalgrößen auf Schienen beschäftigt.

Zu den letzten beiden Tagen der offenen Tür des "Bunten Hauses", schenkte er eine Dampf- und eine Diesellok im Kleinformat. "Was hier gemacht wird finde ich großartig", so Ittershagen. "Ich hoffe, es zieht viele Interessierte an. Ich werde es auf jeden Fall weiter unterstützen." Und dann versinkt er gemeinsam mit Harald Mende in die wundervolle Welt der Modelleisenbahnen.