Eine Frage des Geschmacks

Ausschreibung Speiseversorgung für Schulen und Kitas wird neu vergeben

Die Geschmäcker sind hienieden mannigfaltig und verschieden, reimte schon Schiller. Der Schluss daraus ist meist der, dass man über Geschmack nicht streiten kann. Manchmal muss man aber. Im speziellen Fall war dies immer häufiger die Speiseversorgung in Freiberger Kindertagesstätten und Schulen, über deren Qualität sich die Beschwerden von Kindern und Eltern häuften. Nach zunächst vielen Vorwürfen haben sich nun Vertreter der Einrichtungen, von Eltern und der Stadt an einen Tisch gesetzt und sind in einer Arbeitsgruppe zu Ergebnissen gekommen, die Bürgermeister Sven Krüger jetzt vorstellte. "Die Beratungen verliefen in sehr konstruktiver Atmosphäre", sagt Krüger. "Sie waren ergebnisorientiert und von viel Sachkunde geprägt. Wichtig war, dass wir gemeinsam zu einer Lösung kamen, die besonders im Sinne der Kinder und ihrer Eltern ist." Zum nächsten Schuljahr wird die Speiseversorgung neu vergeben. "Das soll im Rahmen eines öffentlichen Wettbewerbs erfolgen", so Krüger. "Die Unterlagen wurden an bislang 32 ausgewählte Anbieter versandt. Doch bis zum 17. Januar 2013 sind weitere Anbieter aus der Region aufgerufen, sich zu beteiligen." Neben der Qualität des Essens spielt natürlich auch der Preis eine Rolle. Bislang lag der im Schnitt bei 2,05 Euro. Nicht alle Eltern sind in der Lage, eine größere Anhebung bezahlen zu können, weshalb mit sozialem Augenmaß vorgegangen werden soll. Möglich ist, statt bisher einem Anbieter künftig mehrere Lieferanten zu haben. Wie genau der Geschmack des Essens beurteilt werden soll ist noch nicht beschlossen. Selbst eine große Reihum-Verkostung durch die Eltern sei möglich.