Eine gelbe Rose für die Opfer

Geschichte Broschüre zu frühen KZ in Sachsen ist erschienen

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Mitherausgeber Dietmar Wendler mit einer Karte der KZ in Sachsen. Foto: Ulli Schubert

Oederan/Sachsenburg. Vielerorts wie etwa in Oederan wurde am 27. Januar zum Gedenktag der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. An den Stolpersteinen für vier ermordete jüdische Mitbürger in der Großen Kirchgasse wurden Rosen niedergelegt, an der Gedenkstätte auf dem Friedhof sprach Bürgermeister Steffen Schneider.

Neues Licht auf die NS-Zeit

Passend zum Gedenktag erschien der Band "NS-Terror und Verfolgung in Sachsen", der bei der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung bezogen werden kann. Diese Publikation wirft ein neues Licht auf die Zeit des Nationalsozialismus zwischen 1933 und 1945 in Sachsen.

Die Herausgeber Hans Brenner, Wolfgang Heidrich, Klaus-Dieter Müller und Dietmar Wendler präsentieren aktuelles Forschungsmaterial unter anderem zu den sogenannten wilden Konzentrationslagern wie in Plaue bei Flöha, Leubsdorf und Hainichen, zu den frühen Konzentrationslagern von 1933 bis 1937, zu denen beispielsweise das KZ in Sachsenburg gehörte, sowie zu den Todesmärschen aus Konzentrationslagern und deren Außenlagern ab Herbst/Winter 1944 über sächsisches Territorium.

Schüler lernen die Vergangenheit kennen

Dietmar Wendler, der in der Lagerarbeitsgemeinschaft Sachsenburg mitarbeitet, hat in der Vergangenheit auch Führungen für einen Neigungskurs Geschichte der Oberschule Oederan durch das ehemalige KZ Sachsenburg mitgestaltet. Im vergangenen Schuljahr fand ein solcher Besuch mit allen Schülern der Klasse 9 statt.

Zudem ist in der Schule regelmäßig Herbert Mosch als Zeitzeuge zu Gast, dessen Vater Hans Mosch, ein Oederaner Stadtrat, im KZ Sachsenburg inhaftiert war.