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Vogtland

Eine Glocke geht auf die Reise

Transport Geschenk an Löbau

Ein bisschen Wehmut dürfte Volker Haupt schon empfunden haben, als er am Dienstag dieser Woche mithalf, ein ihm liebgewordenes Stück für immer fortzugeben. Obwohl das bereits lange feststand. Doch sei von Anfang an erzählt. Glocken waren es schon immer, die den Bürgermeister von Bobritzsch-Hilbersdorf begeisterten. Damit steckte er sogar seinen Sohn Joachim an. Die Idee, selbst einmal eine solche Glocke zu gießen, zu erschaffen, nahm bald Gestalt an, doch fehlte noch ein hinlänglicher Anstoß. Der kam 2012. "Bei einem Lehrgang für Glockensachverständige an der Evangelischen Hochschule für Kirchenmusik in Halle hörten wir damals davon, dass für die Landesgartenschau in Löbau eine Glocke gesucht würde", erzählt Joachim Haupt. Die Herausforderung wurde angenommen und es gelang tatsächlich, von einer Bierling-Glocke im Kirchturm von Oberbobritzsch eine kleinere Kopie herzustellen. Allerdings mit Modifikationen. So schmückt sie der Motto-Spruch der ökumenischen Kirche bei der Gartenschau "Da berühren sich Himmel und Erde", aber nicht nur das. "Auch das Logo ist darauf zu sehen", erläutert Volker Haupt. "Ein Himmel, vor dem eine Taube und die Löbauer Berge zu sehen sind." Die Glocke war eine der Attraktionen der Landesgartenschau. Dann kam sie zurück und wurde in Müdisdorf in der Zimmerei von Dietmar Fricke, der auch den Glockenstuhl gebaut hatte, eingelagert. Nun holte sie der Löbauer Superintendent Günter Rudolph von dort wieder ab. Denn wenn alles gut geht, wird sie im Herbst über dem dortigen Friedhof zu hören sein. Die Schöpfer der Glocke machten sie den Löbauern zum Geschenk. "Geweiht wurde sie bereits", sagt Günter Rudolph. "Wir werden sie also schlicht wieder in Dienst nehmen." Wenn es klappt werden sich Volker Haupt und sein Sohn das dann anhören.



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