Eine Heimat für Bergmusiker

Ehrung Jahreskonzert mit Höhepunkt

Für jeden, der Blasmusik mag, für jeden, der mit dem Herzen Freiberger ist, für all jene, die sich gelebter Tradition verbunden fühlen, war das Jahreskonzert des Bergmusikkorps Saxonia in der Nikolaikirche am vergangenen Wochenende ein wahrer Pflichttermin im Jahreskalender. Und der große, historische Bau am Buttermarkt war einmal mehr voll besetzt. Und dies, obwohl bei diesem 10. Jahreskonzert zum ersten Mal Eintrittspreise verlangt werden mussten. "Die Miete für die Nikolaikirche ist ebenso angestiegen wie die Gebühren bei der Gema", erklärte Moderator Thomas Schmalz bedauernd. Doch ließ sich davon, wie gesagt, niemand abhalten. Über diesen gelungenen Abend mit Musical, Steigerlied und griechischem Wein könnte viel Schönes gesagt werden, doch ist es an dieser Stelle eher wichtig, von Künftigem zu sprechen.

Denn das kommende Jahr wird für das Bergmusikkorps ein besonderes. Nicht nur der vielen Auftritte wegen, sondern weil es zwei Jubiläen begehen darf. Zum einen das 70-jährige Bestehen des Orchesters und zum anderen 25 Jahre Verein Bergmusikkorps. "Das werden wir im nächsten Jahr ausgiebig feiern", sagt Richard Thum vom Vorstand. "Wir liegen hierfür gerade in der Planungsphase und es wird einige Veranstaltungen und Aktivitäten in diesem Zusammenhang geben." Mehr werde noch nicht verraten. Beim Jahreskonzert, dies soll nicht verschwiegen sein, wurden zwei Mitglieder des Orchesters besonders geehrt. Einmal der Tenorhornist Mario Päzold für 30 Jahre Zugehörigkeit. Und Chefdirigent Jens Göhler erhielt sogar für 40 Jahre eine Ehrennadel. Wie sehr sich das Bergmusikkorps in all den Jahrzehnten zu einer kleinen Heimat für seine Mitglieder entwickelt hat, lässt sich auch an dieser Treue und Verbundenheit ablesen.