Eine Schule, die geliebt wurde

Jubiläum Interview-Band zum 50-jährigen Bestehen der Volkskunstschule

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Kathrin Reißmann (l.) zeigt Rolf Büttner und ihrer Schwester Urte Reißmann eine Aktzeichnung. Alle drei besuchten einst die Volkskunstschule und sind ihr weiterhin auf unterschiedliche Weise verbunden. Foto: Ulli Schubert

Oederan. Am vergangenen Freitag hat Rolf Büttner, Leiter der Volkskunstschule Oederan, gemeinsam mit Kursleiterin Dorothea Linke das letzte Interview für das im März kommenden Jahres erscheinende Buch geführt, das Erinnerungen von etwa einem Dutzend ehemaliger und heutiger Schüler der Volkskunstschule beinhaltet. Kathrin und Urte Reißmann berichteten von ihrem Lebensweg, der entscheidend von der Volkskunstschule geprägt wurde. "Ich wäre womöglich nicht das geworden, was ich jetzt bin", mutmaßte Kathrin Reißmann, heute Art Director bei der Werbeagentur Zebra in Chemnitz. Auch ihre Schwester Urte, die als Ergotherapeutin in einer Suchtklinik arbeitet, kann noch immer von den künstlerischen Grundlagen aus den Zeiten der Volkskunstschule zehren. Die beiden Mädchen waren bereits ab der 2. Klasse zwei bis drei Mal wöchentlich erst im ehemaligen Klubhaus Johannes Mosch und später in der Druckerei Sack zum Unterricht bei Manfred Heßmann, von ihnen übrigens "Hessi" genannt. Wie für viele Schüler, war er auch für die Reimann-Mädels eine Art Vaterfigur. Viele Geschichten wissen sie zu erzählen, man kann sie bald nachlesen. Wie die Geschichten der anderen Interviewten im Alter von 17 bis 82 Jahren. Rolf Büttner ist gegenwärtig dabei, die transkribierten Gespräche in Form für die Veröffentlichung zu bringen. "Das macht richtig Spaß", sagt er. "Es ist sehr interessant, wie unterschiedlich einerseits die Blicke auf die Volkskunstschule sind, aber ebenso, wie viele Erinnerungen sich ähneln."5