Eine Sirene, die sogar "sprechen" kann

Sicherheit Modernes Alarmsystem für 11.500 Euro in Döhlen installiert

Um die Bürger im Seelitzer Ortsteil Döhlen zukünftig möglichst frühzeitig vor einem Hochwasser zu warnen, wurde jetzt eine moderne Sirene für den Katastrophenschutz gleich neben dem Depot der freiwilligen Feuerwehr samt Mast installiert. Bei dem Meldesystem in luftiger Höhe handelt es sich allerdings nicht um eine gewöhnliche Sirene, die mit acht Hörnern aufheulen kann. Im Fall eines Hochwassers sind mit ihr ebenso Sprachdurchsagen möglich, mit denen die Anlieger von Fluss- und Bachläufen rechtzeitig gewarnt werden. Annähernd 11.500 Euro kostete die Installation der Sirene, die knapp 80 Kilogramm wiegt, eine Lautstärke von 115 Dezibel hat und die bisherige Alarmanlage im Ort ablöst. Diese hatte sich bislang auf der Kindertagesstätte befunden. Bezuschusst wurde die neue Sirene mit fast 4.500 Euro, die vom Freistaat im Rahmen des Katastrophenschutzes gestemmt wurden. "Anlass für die Installation waren vor allem die Hochwasser im Jahr 2010, die den Döhlener Aubach im August und September durch starke Niederschläge sehr rasch ansteigen ließen und große Schäden anrichteten", erklärt der Seeltitzer Bürgermeister Thomas Oertel. "Um die Döhlender Einwohner in Bachnähe künftig vor so einer Katastrophe rechtzeitig zu warnen, haben wir uns für den Bau einer neuen Sirene entschieden, mit der künftig die Feuerwehr auch zu anderen Einsätzen gerufen wird", erklärt Oertel. Zudem kündigte er auf Nachfrage an, in den kommenden Jahren weitere alte Sirenen in der Kommune durch digitale Alarmsysteme zu ersetzen. "Unser Konzept sieht dabei vor, sämtliche Sirenen, die sich beispielsweise derzeit noch auf Privatdächern befinden, in Nähe von Feuerwachen neu zu installieren", blickt Oertel voraus. Eine neue Anlage ist unter anderem für 2013/14 in Steudten geplant. "Dafür haben wir bereits Fördermittel beantragt", erklärt Oertel. Am Ende sollen alle fünf Feuerwehrstandorte in der Gemeinde über neue Sirenen verfügen.