Eine Zeitreise über den Wandel der Rochsburg

Kabinettausstellung "Gruß aus Rochsburg - Ort und Schloss Rochsburg in historischen Postkarten"

Lunzenau. 

 In der kleinen Kabinettausstellung, die ab Samstag auf Schloss Rochsburg zu sehen ist, werden rund 100 Postkarten von Rochsburg und Umgebung zu sehen sein. Siegfried Saupe hat aus seinem reichen Fundus von zirka 1000 Postkarten gemeinsam mit Kirsten Wurche interessante Motive ausgewählt. Die junge Frau macht seit September ihr Bundesfreiwilligen Jahr (Bufdi) auf der Rochsburg und dazu gehört eben auch ein Projekt.

"Nach meinem Schulabschluss und bevor ich mit einem Studium an der Staatlichen Studienakademie Breitenbrunn starte, bin ich auf den Freiwilligendienst im kulturellen Bereich gestoßen. Das war mir bislang unbekannt", berichtet die Meißnerin. Von der Rochsburg war sie sofort begeistert und auch das Schlossteam freut sich über die Verstärkung für ein Jahr. "Hier kann ich gute Erfahrungen sammeln, die mir helfen bei meinem zukünftigen Studium im Bereich Tourismus/Wirtschaft", berichtet Kirsten Wurche.

Seit über 35 Jahren frönt Siegfried Saupe seiner Sammelleidenschaft. Akribisch sortiert lagern die Postkarten in Alben. "Die nehme ich öfters zur Hand und schau sie an. Somit weiß ich genau, welche ich schon mein Eigen nenne und kann auf Flohmärkten nach neuen Motiven suchen", berichtet der 80-jährige Rochsburger. Wenn er dann eine Karte entdeckt, die er noch nicht hat, legt er auch schon mal 40 Euro auf den Tisch. Das ist aber eher selten, meist wird nur getauscht.

Interessant sind die historischen Postkarten, die um 1900 werden auch hauptsächlich in der Ausstellung gezeigt. Darauf ist beispielsweise das Familienbad in der Mulde zu sehen, das alte Muldenschlösschen noch mit einem Baum durch die Terrasse oder der alte Schaukelsteg mit Brückenhaus, wo Brückenzoll gezahlt werden musste. "In dem Haus hatte mein Großvater einen Kolonialwarenladen. Vieles hat sich im Lauf der Zeit verändert. Das merkt man beim Betrachten der Karten".