" Eines Tages in der Formel 1 fahren"

Aufsteiger Marvin Kirchhöfer hat große Pläne

Als die ADAC-Automobil-Rennsaison 2012 noch in den Startlöchern steckte, sagte der damals 18-jährige Leipziger Marvin Kirchhöfer, der vom sächsischen ADAC gefördert werden sollte, dass er sein erstes Sportjahr in dem neuen 1600ccm großen und 160 PS starken Rennwagen von Lotus gut über die Saison bringen werde. "Wie das ausgeht, weiß ich nicht. Auf alle Fälle will ich vorn mit ankommen", so der Sachse auf einer Pressekonferenz in Zwickau im zeitigen Frühjahr. Schließlich solle man nicht schon all zu viel erwarten, es wäre das erste Jahr nach seinem Leben im Kart-Rennsport.

Und dann griff der Leipziger in die Speichen, denn Kirchhöfer trat in der ADAC-Formel-Masters-Klasse an.

Bereits zum Auftakt der Saison in Oschersleben gelang ihm sein erster Sieg, daraufhin folgten im niederländischen Zandvoort zwei weitere. Auf dem Sachsenring lief es nicht so toll weiter. "Mit den Plätzen zwei und vier habe ich nicht das Maximale erreichen können", sagte er damals nach dem Wochenende bei seinem Heimrennen. Bei den letzten Läufen auf dem Nürburgring und in Hockenheim konnte Kirchhöfer viermal als Sieger das Podium besteigen - in 23 Rennen galt es für ihn zu bestehen.

Mit insgesamt neun Siegen, 16 Podiumsplatzierungen, sieben Pole Positions und acht schnellsten Rennrunden setzte sich der sympathische junge Mann in einem spannenden Titelkampf am Ende gegen den Schweden Gustav Malja durch und meinte: "Ich wollte von Anfang an mein Bestes geben, aber dass ich als Neuling den Titel gewinne, hätte ich mir vor Beginn der Saison nicht erträumt."

Wie nun weiter? "Ich habe mir für die Saison 2013 den Einstieg in die Formel 3 vorgenommen. Mein großer Traum ist es, eines Tages in der Formel 1 zu fahren", davon ist er überzeugt.

Warum nicht! Sebastian Vettel, Nico Rosberg und Nico Hülkenberg kamen ebenfalls aus dieser Nachwuchskategorie in die Königsklasse und waren alle schon in ihren jüngeren Jahren wie er am Sachsenring dabei gewesen.