Einsatz mit Pflichtbewusstsein

Auszeichnung "Ehrennadel" für nachhaltiges Wirken vergeben

Seit dem Jahr 2000 bittet die Stadtverwaltung Limbach-Oberfrohna die Einwohner jährlich um Vorschläge, wer sich ihrer Meinung nach durch besonderes ehrenamtliches Engagement verdient gemacht hat. Dabei ist nach Einsatz auf kommunalem, sozialem oder wirtschaftlichem Gebiet gefragt. Für das Jahr 2015 waren 21 Beiträge eingesendet worden, aus denen eine Jury aus der Verwaltung drei Personen auswählte. Am Samstag wurden im Saal des Esche-Museums die silbernen Wirknadeln überreicht, die durch ihre Form und Gestaltung an die lange textile Historie der Stadt erinnern sollen. Über den zusätzlich mit 1000 Euro dotierten Preis konnten sich dieses Mal Thomas Hering, Jonny Nehring und Steffen Reichl freuen. Hering, der von Fritz Hähle vertreten wurde, ist seit 1991 Vorsitzender des Fördervereins "Start ins Leben" des Kinder- und Jugendheims. Er wird von seinen Mitstreitern als "bescheiden, aber durchsetzungsfähig" eingeschätzt. Hering äußerte im Vorfeld selbst: "Die Arbeit mit Kindern macht Spaß, jeder Einsatz lohnt sich." Die zweite Nadel ging an Jonny Nehring von der Freiwilligen Feuerwehr Wolkenburg, deren Leiter er zwölf Jahre lang war und jetzt der Altersabteilung vorsteht. "Unsere Generation setzt sich ganz einfach aus Pflichtbewusstsein ein. Für die Zukunft hoffe ich auf wieder mehr Kameraden für unseren Ortsteil." Steffen Reichel leitete 16 Jahre lang die Freiwillige Feuerwehr Pleißa. Mit seinen Kameraden unterstützte er die Feste des Ortes und war auch Gründungsmitglied des Fördervereins. "Ich wünsche mir, dass auch auf Landesebene das Ehrenamt noch mehr gefördert wird. Was unsere Kameraden in ihrer Freizeit leisten, kann man nicht mit Zeit, sondern nur mit 'Herzblut' aufrechnen."