Einsturzgefährdetes Haus wird platt gemacht

Abriss Stadt kauft marodes Gebäude - Kompletter Abbruch soll noch in diesem Jahr erfolgen

Hainichen. Von dem maroden und gegenwärtig leerstehenden Wohnhaus An der Mühle 6 in Hainichen wird künftig keinerlei Gefahr mehr ausgehen. Das Gebäude, das seit Anfang März dieses Jahres wegen akuter Einsturzgefahr weiträumig für die Fußgänger abgesperrt wurde, hat jetzt die Stadt Hainichen in einem Eilverfahren zum Preis von lediglich 1 Euro vom Eigentümer abgekauft. Das bestätigte Hainichens Kämmerer Thomas Scheumann auf Nachfrage von BLICK. "Der Kauf wurde bereits notariell beurkundet und muss nur noch ins Grundbuch eingetragen werden", erklärte Scheumann. Damit wird zugleich der Weg für einen zeitnahen Abriss freigemacht. "Wir hoffen, dass der Abbruch bis Ende November erfolgt ist", erklärte Scheumann. Um mit der Maßnahme zügig zu beginnen, läuft bereits die Ausschreibung. Parallel dazu hat die Stadt Hainichen Fördermittel für den Komplettabbruch der bröckeligen Immobilie beantragt. Diese hatte bislang einer Privatperson gehört, die in Nordrhein-Westfalen wohnt. "Der Hausbesitzer kündigte mir im April an, dass er einen Teilabriss der recht maroden Fassade durchführen wolle, da er bei einem kompletten Abriss weitere Kosten befürchtet, die unter anderem die Giebelsicherung beim Nachbarhaus betreffen", erklärte Bürgermeister Dieter Greysinger. "Doch die Bemühungen des Immobilienbesitzers waren eher halbherzig, was dazu führte, dass sich die Fassade immer mehr neigte und nun droht einzustürzen", ist Gresyinger sauer. Nicht zuletzt auch deswegen, weil von der maroden Bausubstanz eine Gefahr für Fußgänger und Autofahrer ausgeht, für die jetzt die Straße vor dem Gebäude gesperrt wurde. Was auf der freien Fläche entstehen soll, ist bislang noch unklar.