Einsturzgefahr in Burgstädt: Stadt greift bei marodem Gebäude durch

Jahrelang geschah nichts – nun lässt die Bauaufsicht ein stark beschädigtes Gebäude auf Kosten des Eigentümers abreißen

Burgstädt

In Burgstädt beginnt am Montag der Abriss eines stark beschädigten Gebäudes. Nach Angaben der zuständigen Bauaufsicht stellt der Zustand des Hauses inzwischen eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit dar.

Grund für das Eingreifen der Behörde ist die langjährige Untätigkeit des Eigentümers. Trotz des zunehmend schlechten Zustands seien keine ausreichenden Maßnahmen zur Sicherung oder Sanierung erfolgt.

Gefahr für Umfeld und Verkehr

Die Situation hat bereits Auswirkungen auf den Verkehr. Der betroffene Straßenabschnitt ist seit geraumer Zeit gesperrt. Nach Einschätzung der Behörden kann dieser Zustand jedoch nicht dauerhaft bestehen bleiben.

Hinzu kommt die Sorge, dass bei einem möglichen Einsturz nicht nur das Gebäude selbst betroffen wäre. Auch angrenzende Grundstücke könnten beschädigt werden.

Stadt handelt anstelle des Eigentümers

„Aus diesem Grund hat sich die Bauaufsicht entschlossen, anstelle des Eigentümers tätig zu werden“, teilt die zuständige Abteilung Verkehr und Bauen mit.

Die Kosten für den Abriss belaufen sich auf rund 120.000 Euro. Diese werden dem Eigentümer in Rechnung gestellt.

Arbeiten dauern mehrere Wochen

Für die Abbrucharbeiten sind etwa vier Wochen vorgesehen. Während dieser Zeit müssen Anwohner und Verkehrsteilnehmer weiterhin mit Einschränkungen rechnen.

Mit dem Abriss soll die Gefahrenquelle beseitigt und die Grundlage geschaffen werden, den gesperrten Bereich künftig wieder freizugeben.

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