Endlich ist sie da: Dafür steht die Glasarche in Freiberg

Kunst Kunstinstallation zum 250. Jubiläumsjahr

Die Glasarche vor dem Freiberger Schloss Freudenstein wird in den nächsten Monaten ein beliebtes Fotomotiv sein. Foto: Wieland Josch

Freiberg. Die Freude bei Professorin Silvia Rogler, Prorektorin für Bildung an der TU Bergakademie (l.), sowie Oberbürgermeister Sven Krüger, Professor Jörg Matschullat und Anja Fiedler, Leiterin des Amtes Kultur-Stadt-Marketing (v.r.), ist deutlich erkennbar, denn immerhin ist sie nun endlich da: die Glasarche.

Reiner Eckel vom Landschaftspflegeverein "Mittleres Elstertal" (2.v.l.) und der Holzkünstler Christian Schmidt brachten sie am Montag dieser Woche aus Görlitz, wo sie seit Dezember gestanden hatte, an den Freiberger Schlossplatz, wo sie nun bis zum 1. April zu besichtigen ist.

Damit wird das erste sichtbare Zeichen für das Jubiläumsjahr zum 250. Geburtstag des Universalgelehrten und Bergakademie-Absolventen Alexander von Humboldt gesetzt.

Das hat es mit der Arche auf sich:

Die Glasarche stand kaum auf dem Freiberger Schlossplatz, da kamen auch schon die ersten Schaulustigen und machten Fotos von dem ungewöhnlichen Exponat. "Wir sind sehr froh, dass die Arche hier an dieser wirklich schönen Stelle stehen kann", sagt Reiner Eckel vom Landschaftspflegeverein "Mittleres Elstertal" in Sachsen-Anhalt, auf deren Initiative die Glasarche im Jahr 2016 als dritte ihrer Art geschaffen wurde.

Ihre Vorläufer sind in der bayerisch-böhmischen Region zu Hause. Die Idee des heutigen Vereinsvorsitzenden Rainer Helm und seiner Mitstreiter war die, dass die Arche an ausgewählten Stationen in Mitteldeutschland den Menschen die Zerbrechlichkeit der Natur bewusst macht. "Damit stehen wir ganz und gar in der Tradition Alexander von Humboldts", betont Reiner Eckel. Weshalb die Installation nun auch optisch den Startschuss für das Jubiläumsjahr in Freiberg gibt.

Die gesamte Installation wiegt 6,6 Tonnen

"Das dicke Glas für die Arche kommt aus einer Fabrik in Magdeburg", so Eckel weiter. "Die Arche selbst ist 2,9 Tonnen schwer." Übertroffen wird sie allerdings von der hölzernen Hand, in der sie ruht. Diese wiegt 3,7 Tonnen und wurde von den Holzkünstlern Christian Schmidt und Sergej Dyschlviyy geschaffen. "Die Arbeit an der Hand dauerte acht Wochen", erzählt Schmidt. "Für die Arche wurden vier Monate gebraucht." Freiberg ist die 23. Station. Bis zum 1. April wird sie ein interessantes neues Element in der Altstadt sein und zum nachdenken und diskutieren herausfordern.