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Energieautarke Häuser entstehen

Richtfest Mit traditionellem Material in die Zukunft

Freiberg. 

Zunächst klingt es halbwegs unspektakulär: In Freiberg feierten zwei im Bau befindliche Häuser eine Zwillingsrichtfest. Doch handelt es sich hier nicht um gewöhnliche Häuser, denen am vergangenen Freitag am Franz-Mehring-Platz die Richtkrone aufgesetzt wurde, sondern um die zwei ersten privat gebauten energieautarken Gebäude in der Region, die unter der Projektleitung des zweifachen Solarpreisträgers Timo Leukefeld entwickelt wurden. Während in das eine Leukefeld selbst einziehen will, ist das andere für seinen Freund Stephan Riedel, Geschäftsführer der Dresdner Firma Sunstrom vorgesehen. Beide schlugen nach altem Brauch einen Zimmermannsnagel ins Gebälk. "Immer, wenn das Haus am höchsten geraten ist, wird traditionell Richtfest gefeiert", sagte Timo Leukefeld zu den Gästen, unter denen auch Freibergs Oberbürgermeister Bernd-Erwin Schramm zu finden war. "Traditionell sind auch viele Materialien, die wir verwenden." Weg von Dämmstoffen wie Polystyrol, hin zu Ziegeln, beispielsweise. Noch während der Arbeiten wurden immer wieder neue Ideen eingebracht, experimentiert Leukefeld weiter, sucht bessere Lösungen. Sein Dank ging entsprechend an die ausführende Firma. "Sie haben wirklich viel zu erleiden gehabt", sagte er. Die energieautarken Häuser sollen ihre Besitzer künftig nicht nur mit Wärme aus Sonnenlicht versorgen, sondern auch mit Strom für den täglichen Bedarf. Ein Leben lang sollen sie energiewirtschaftliche Zukunftssicherheit und persönliche Unabhängigkeit bieten. Das interessiert sogar den Bundesumweltminister Peter Altmaier, der sich Anfang Juli selbst ein Bild machen will. Einweihung der Häuser soll dann im Oktober sein.