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Energiehäuser nehmen Gestalt an

Einweihung In Freiberg werden weitere Solaranlagen in Betrieb genommen

Es war ein großes Ereignis am Montag dieser Woche, als die Solaranlagen auf den Dächern der zwei energieautarken Häuser am Franz-Mehring-Platz in Betrieb genommen wurden. Etwa 150 Gäste wollten sich das nicht entgehen lassen. Unter ihnen auch der Bundesumweltminister Peter Altmaier, der die Leistungen der zwei Bauherren Timo Leukefeld und Stephan Riedel würdigte. Es ist beinahe nicht glauben, dass diese Häuser tatsächlich ab dem Oktober nach ihrer Fertigstellung beinahe energieautark sein sollen. "Lediglich ein paar Festmeter Holz müssen im Winter von außen zugeführt werden", betont Leukefeld. "Mehr ist es nicht. Den Rest regelt vor allem die Sonne." Und der große Zylinderspeicher im Kern der Häuser. "Wir werden erleben, wie das alles funktioniert", gab sich Altmaier verhalten optimistisch. Die Daten dafür liefern zahlreiche Sensoren, die die TU Bergakademie in den Häusern verteilt, um überprüfbar zu machen, ob auch alles so klappt, wie Leukefeld und Riedel es geplant haben. Aber auch der Bundesumweltminister ist sich sicher, dass das Konzept wegweisend sein kann. "Ich hoffe, dass es viele Nachahmer findet", sagte er. Timo Leukefeld betonte die Bezahlbarkeit der Häuser. "Die Mehrkosten amortisieren sich innerhalb von 15 Jahren", sagte er. "Allein durch die Unabhängigkeit bei Strom und Wärme." Je Haus umfasst die komplette Solaranlage eine Größe von 104 m², bestehend aus Solarthermie- und Photovoltaikanlage. Bezogen auf die Wärmegewinnung erreicht das Haus einen solaren Deckungsgrad von 65 Prozent.