Enthusiasten auf der Schiene

Verein Eisenbahnfreunde veranstalten historische Fahrt

Unter dem Motto "Vorwärts in die Vergangenheit" geht es am dritten Advent mit historischen Diesel-Eisenbahntriebwagen von Chemnitz übers Muldental zum Leipziger Weihnachtsmarkt. Dass es endlich vorwärtsgeht, darauf hoffen auch die Eisenbahnfreunde aus Limbach-Oberfrohna. Seit 2006 versuchen sie, die alte Muldentalstrecke wieder zum Leben zu erwecken. "Die 57 wunderschönen Eisenbahnkilometer dürfen nicht verfallen", sagt Toni Naumann, Mitglied des Eisenbahnvereins Limbach-Oberfrohna. Fast seine ganze Freizeit gehe für Lokomotiven, Gleise und Triebwagen drauf. Wöchentliche Einsätze zur Gleispflege der Muldentalstrecke gehörten dazu. "In erster Linie müssen die Gleise von Wildwuchs und umgestürzten Bäumen befreit werden", erläutert Toni Naumann. Pächter der Bahnstrecke ist die Deutsche Regionaleisenbahn, die ebenfalls an einer Wiederbelebung der Bahnstrecke interessiert sei. Doch dafür ist ein funktionierendes Gleis notwendig. Toni Naumann mache es traurig, wenn er mitansehen müsse, wie beispielsweise der Wolkenburger Bahnhof immer mehr verfällt. Da in Wolkenburg bei Starkregen in regelmäßigen Abständen Wasser in den Bahngraben laufe und dadurch die Gleiskörper über- und unterspült würden, könne der Verein an dieser Stelle derzeit nichts unternehmen. "Wir beschränken uns aktuell auf den Abschnitt von Großbothen bis Rochlitz", informiert Naumann. Im Sommer habe ein Sachverständiger den Streckenabschnitt vermessen und auf den Zustand der Gleise überprüft. "Wir arbeiten daran, dass spätestens im Frühjahr 2013 wieder Bewegung auf die Gleise kommt", so Toni Naumann. Vom Bahnhof Großbothen aus könne man bei einer Wiederbelebung der Bahn weiter nach Nossen und schließlich bis nach Leipzig fahren. Im Moment stünden Verhandlungen mit möglichen Güterkunden an.