Entscheidung gefallen: Wie geht es mit der Kita in Schweikershain weiter?

Gemeinderat beschließt die Aussetzung des Betriebs der Einrichtung

Schweikershain

Wie geht es mit der Kindertagesstätte im Erlauer Ortsteil Schweikershain weiter? Das war ein Thema der Sitzung des Erlauer Gemeinderates am Mittwoch im Landgasthof Crossen. Nach einer mehr als einstündigen, mitunter sehr emotional geführten Diskussion, zwischen Befürwortern des Erhalts der Kindertagesstätte und Erlaus Bürgermeister Peter Ahnert, fiel die Entscheidung eindeutig aus.

Zwölf der anwesenden 15 Gemeinderäte votierten in geheimer Abstimmung für die befristete Aussetzung des Betriebs der Kita Schweikershain bis längstens 30. Juni 2028.

Anschließend soll die Betriebserlaubnis zurückgegeben werden, sofern die in der Sitzung kurz zuvor vom Gemeinderat einstimmig beauftrage Studie zur Entwicklung der Kita- und Bildungslandschaft in der Gemeinde Erlau kein anderes Ergebnis ausweist.

Schweikershainer Initiative setzt sich für Kita ein

Sie bedauerten, dass es seitens der Gemeinde bei der Diskussion ausschließlich um technische und finanzielle Fragen ging. Die Rede ist dabei von Einsparungen in Höhe von zirka 100.000 Euro im Jahr. Die Gemeinde beruft sich auf eine zurückgehende Zahl der Kinder und die angespannte Situation im Gemeindehaushalt.

Aus diesem Grund sei die wirtschaftlichste Entscheidung, die kleinste Kita in der Gemeinde zu schließen, zumal die Kinder problemlos in den beiden anderen Kitas – dem Milkauer Kinderland und dem Waldhaus Erlau – betreut werden könnten.

Forderung: „Geld in die Hand nehmen“

„Wir sollten nicht sparen, sondern Geld in die Hand nehmen“, regte dagegen ein Besucher der Sitzung an. Wenn die Erlauer Kindertagesstätten richtig attraktiv würden, wären sie auch für Kinder außerhalb der Gemeindegrenzen attraktiv, was einen wirtschaftlichen Betrieb gewährleisten würde.

Gemeinderat Fabian Wehner machte auf zu erwartende Mehreinnahmen für die Gemeinde aufmerksam, unter anderem durch Zuschüsse seitens des Freistaates Sachsen. Dadurch sehe er die Gemeinde durchaus in der Lage, drei Kitas zu finanzieren.

Bürgermeister: Priorität haben die Pflichtaufgaben

Dem widersprach der Bürgermeister vehement. Durch diese Mehreinnahmen werde die Gemeinde nicht über Nacht mit vollen Taschen dastehen.

Vielmehr werde sie dadurch nur in die Lage versetzt, ihre Pflichtaufgaben erledigen zu können, so Ahnert unter anderem mit Blick auf das Feuerwehrwesen oder den Straßen- und Brückenbau.

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