Entscheidung steht noch aus

Auswahl Altes AOK-Gebäude soll Flüchtlingsunterkunft werden

Seit langem wurden verschiedene Objekte diskutiert und spekuliert, jetzt soll ein erstes Gebäude festgelegt sein: Im früheren AOK-Verwaltungsgebäude, dass sich hinter dem alten CS-Motel befindet, werden voraussichtlich ab dem nächsten Jahr Flüchtlinge untergebracht. Nach vorläufigen Informationen könnten in dem Dreigeschosser, der eine Nutzfläche von knapp 2700 Quadratmetern hat, bis zu 150 Plätze vergeben werden. "Wir kennen die Pläne, haben aber bislang noch keinen Bauantrag dafür vorliegen", erklärte Dietrich Oberschelp. "Die Objekte werden vom Kreis ausgewählt, wir als Stadtverwaltung müssen allerdings prüfen, ob solch eine Nutzung baurechtlich überhaupt möglich ist." Der Leiter der Stabsstelle Prävention rechnet damit, dass nach dem 7. Oktober weitere Informationen folgen werden. Bis dahin hat der Kreistag entschieden, wer der künftige Trägerverein rund um die Asylproblematik sein wird. Es ist davon auszugehen, dass der Auftrag an die "Pandechaion Herberge" aus Leipzig gehen wird. Der seit sieben Jahren existierende Verein hat laut Oberschelp genug Erfahrungen und das entsprechende Personal, um unter anderem auch in Limbach tätig zu werden: "Der Landkreis erhält mit diesem Träger eine Art Komplettservice, der sich um den nötigen Wohnraum, aber auch alle sozialen Belange kümmern wird." Das seit rund zehn Jahren leer stehende AOK-Gebäude an der Oststraße soll eine Gemeinschaftsunterkunft werden, in der Zwei-Bett-Zimmer vorgesehen sind.