Er zeigt, womit echte Männer früher jagten

Jahrestreffen Armbrustmacher der Neuzeit gibt Einblicke

Oederan. 

Oederan. Wenn irgendwo in der Region bei einem Schützenfest mit der Armbrust auf den Holzvogel geschossen wird, dann machen sich vermutlich weder der Schütze noch die Gäste Gedanken über die Geschichte der Armbrust oder gar, wie früher eine solche Waffe hergestellt wurde. Genau das wollen die rund 20 Mitglieder der bundesweiten Interessengemeinschaft Historische Armbrust ändern, wenn sie Mitte Juni zu ihrem 18. Jahrestreffen nach Görbersdorf einladen.

"Wir freuen uns, dass wir dabei auf die Unterstützung der Schützengesellschaft Görbersdorf bauen können", erklärt Karl Ramm, der gemeinsam mit seiner Frau Liane die passionierten Armbrustbauer der Neuzeit erstmalig nach Mittelsachsen holt. Der Oederaner befasst sich seit vielen Jahren mit der Herstellung von neuhistorischen jagdlichen Gegenständen.

Gegenwärtig arbeitet er wieder an einer Armbrust. Deren Funktion und den historischen Kontext wird er am 15. Juni von 10 bis 13 Uhr bei einer Präsentation von Armbrüsten den Interessenten erklären, genau wie die anderen Mitglieder der IG das mit ihren Waffen tun werden.

Interessante Informationen und praktische Erfahrungen werden vermittelt

"Man kann da viel über die verschiedenen Typen, Gestaltungsfragen, Formen und mehr erfahren. Wir wollen insbesondere bei den Mitgliedern der Schützenvereine Interesse für die historischen Armbrüste wecken."

Auch ein Vogelschießen wird an diesem Tag stattfinden.