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Erfahrener Pilger führt über den Jakobsweg

Freizeit Heinz-Werner Lehmann betreut seit fünf Jahren ein Teilstück der Strecke

Flöha. 

Flöha. Heinz-Werner Lehmann weiß, wie man pilgert. Er hat seinen Rucksack zu einem Wägelchen umfunktioniert, das er, an einer Art Geschirr befestigt, hinter sich herzieht. So hat er beide Hände frei und muss nichts schleppen. Und zusammengelegt ist das Konstrukt sogar schon mehrmals mit ihm nach Spanien geflogen, denn der Chemnitzer kennt auch die dortigen Pilgerwege nach Santiago de Compostela. Und er pilgerte auch schon nach Rom.

300 Schilder als Hinweishilfen

Ein Heimspiel aber hat der Vorsitzendes des Vereins Sächsischer Jakobsweg natürlich in der Heimat, speziell auf dem Teilstück, das von Freiberg durch den Altkreis Flöha bis nach Chemnitz führt. Dieser Abschnitt war vor fünf Jahren offiziell eingeweiht worden. Hier schaut Heinz-Werner Lehmann immer mal wieder nach dem Rechten, zum Beispiel, ob alle Hinweisschilder noch vorhanden sind. Rund 300 dieser Schilder hat er angebracht. Die gelbe Jakobsmuschel auf blauem Grund weist den Weg, genauer: die Wurzel der Muschel zeigt die Richtung an, damit man an Kreuzungen oder Gabelungen nicht in die Irre geht. Manchmal begleitet Heinz-Werner Lehmann andere Pilger, wie jüngst eine Gruppe von Studenten aus vier Ländern, die auf Initiative der Gruppe Wandercafé unterwegs war, die sich vor zwei Jahren in Mittweida gegründet hatte.

Zur Hochzeitsreise ein Stück pilgern

"Meine interessanteste Begegnung in Sachsen war die mit einem Ehepaar aus der Schweiz, das während der Hochzeitsreise ein Stück auf dem Sächsischen Jakobsweg pilgerte", erzählt der 71-Jährige. Der Chemnitzer sorgt aber auch dafür, dass neue Abschnitte zum Sächsischen Jakobsweg hinzukommen. "Wenn uns Bürgermeister wie aus Zwönitz oder Oelsnitz fragen, sind wir gern dazu bereit." Derzeit ist im Franziskanerkloster Kadan eine Ausstellung der Auer Künstlergruppe Treff-Punkt über den Jakobsweg zu sehen. Von Kadan soll bald ein Jakobsweg nach Annaberg führen.



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