Erinnerung an Wiedergründung

Kolloquium Oberberghauptmann zur Geschichte

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Oberberghauptmann Bernhard Cramer. Foto: Wieland Josch

Freiberg. Mit dem Befehl Nr. 323 wurde das seit Jahrhunderten etablierte Sächsische Oberbergamt am 20. November 1946 durch den Chef der sowjetischen Militäradministration aufgelöst. Es sollte 45 Jahre dauern, bis es an alter Wirkungsstätte wieder gegründet wurde. Das geschah am 15. Dezember 1991, und man blickte damals auf ein wahres Meer an Herausforderungen und Problemen. Denn unter den neuen gesellschaftlichen und vor allem wirtschaftlichen Bedingungen war der bis dahin umfangreiche Staatsbergbau der DDR zusammengebrochen und bergbauliche Hinterlassenschaften aus Jahrhunderten, in vier Jahrzehnten oft sträflich vernachlässigt, prägten das Land. Es mussten erst große Anstrengungen unternommen werden, dass sowohl Bergbau als auch Oberbergamt an den Punkt kommen konnten, an dem sie heute stehen. Am morgigen Donnerstag, 24. November, wird in einem Kolloquium jener Jahre seit der Wiedergründung gedacht werden.

Professor Bernhard Cramer wird dazu ab 19.30 Uhr im Vortragssaal des Schlosses Freudenstein referieren. Seit fünf Jahren leitet er als zweiter Oberberghauptmann nach 1991 das Oberbergamt in der Freiberger Kirchgasse.