Erster Spatenstich für neues Technikum

Baubeginn Metallurgie-Einrichtung entsteht in Freiberg - 10,2 Millionen Fördermittel

Freiberg. 

Freiberg. Es war nur ein kleiner Spatenstich, den Klaus-Dieter Barbknecht, Rektor der TU Bergakademie Freiberg, die Direktoren des Helmholtz-Instituts Freiberg Jens Gutzmer und Markus Reuter, Sachsens Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange, Sven Krüger, Freibergs Oberbürgermeister, und Roland Sauerbrey, Direktor des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (v.l.), am Mittwoch vollführten. Doch wie so oft folgt einem solch kurzen Augenblick eine lange Zeit des Bauens. Entstehen wird ein neues Metallurgie-Technikum für das Helmholtz-Institut an der Chemnitzer Straße. Knapp drei Jahre werden die Arbeiten dafür wohl dauern, doch das Ergebnis dürfte sich lohnen, soll damit doch ein großer Beitrag zur Nutzung von metallurgischen Ressourcen geleistet werden.

10,2 Millionen gibt es für die Einrichtung

Dass Gäste gerne mal Geschenke mitbringen ist ein netter Brauch. Nicht immer wird jedoch erwartet, dass das Mitbringsel so ausfällt wie jenes, welches die Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Eva-Maria Stange, dabei hatte, als sie zum ersten Spatenstich für das neue Metallurgie-Technikum des Helmholtz-Instituts Freiberg am Mittwoch dieser Woche kam. Das Blatt Papier hatte ganz schön Gewicht, denn es enthielt den Fördermittelbescheid für das Technikum in Höhe von 10,2 Millionen Euro. Dieses Geld wird in den kommenden knapp drei Jahren an der Chemnitzer Straße sowohl in den Bau als auch in die Ausstattung der neuen Forschungshalle gesteckt.

Dafür wird das neue Zentrum genuntzt

In enger Kooperation mit der TU Bergakademie Freiberg soll künftig in den Bereichen Hydro- und Pyrometallurgie experimentiert werden. Seit 2011 existiert das Helmholtz-Institut Freiberg, welches zum Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf gehört. Gerne hätte man schon früher mit der Errichtung der neuen Anlage begonnen. "Doch ging die Gründung des Instituts damals sehr schnell vonstatten", erklärt Roland Sauerbrey, Direktor des Helmholtz-Zentrums. "Die nötigen Finanzmittel waren noch nicht haushaltstechnisch verankert. Markus Reuter, einer der beiden Direktoren in Freiberg, wies darauf hin, was man unter anderem mit den neuen Anlagen erreichen wolle. "Das ist die Digitalisierung aller Prozesse", sagte er.

Erforscht wird, auf welchem Wege metallurgische Ressourcen, welche sich bereits im wirtschaftlichen Kreislauf befinden, nach ihrer Nutzung wiederverwendet werden können. Man müsse sich nicht nur auf jene Ressourcen konzentrieren, die jetzt noch in der Erde, sondern auf die, welche bereits im Umlauf sind, meinte Eva-Maria Stange. Der Beitrag für die Nachhaltigkeit ist entsprechend hoch.